Herz und Hormone aus dem Takt

(djd). Herzinfarkte sind Männersache – denken fälschlicherweise viele Menschen. Tatsächlich leiden in jüngeren Jahren weniger Frauen als Männer unter Arterienverkalkung (Arteriosklerose) und deren Folgen. Das hängt unter anderem mit der Schutzfunktion zusammen, die das weibliche Hormon Östrogen auf die Gefäßwände ausübt. Doch wenn mit den Wechseljahren der Östrogenspiegel im weiblichen Körper sinkt, ist es mit diesem Schutz vorbei. Hinzu kommen weitere ungünstige Auswirkungen, wie etwa die Umverteilung des Körperfetts zugunsten des „ungesunden“ Bauchfetts. Als Folge kann das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Frauen jenseits der Menopause deutlich ansteigen.

Früher Behandlungsbeginn ist vorteilhaft

Ob eine Hormonersatztherapie Herz und Gefäße schützen kann, war lange umstritten. Heute sind sich aber viele Experten darüber einig, dass der Zeitpunkt des Behandlungsbeginns entscheidend ist: Liegt er möglichst früh – innerhalb von zehn Jahren nach der Menopause beziehungsweise im Alter von unter 60 Jahren -, ist ein günstiger Effekt auf das Herz-Kreislauf-System zu erwarten. Der Münchner Hormonexperte Professor Dr. med. Armin Heufelder erklärt: „Östrogene können Blutgefäße, Knochen und Gehirn schützen, Gefäßläsionen aber nicht reparieren und untergegangene Knochen- und Nervenzellen nicht wiederbeleben.“ Deshalb könne nur eine frühzeitige Prophylaxe schützen. Mehr dazu erfährt man auch unter http://www.hormontherapie-wechseljahre.de im Internet. Für eine möglichst sichere und schonende Behandlung ist dabei auch die Anwendungsform mitentscheidend. So kann bei einer Verabreichung des Östrogens über die Haut, etwa mit einem Dosiergel wie beispielsweise Gynokadin, besonders niedrig und individuell in Abhängigkeit von den aktuellen Beschwerden dosiert werden.

Zusatzschutz für die Gebärmutter

Frauen, die noch eine Gebärmutter haben, bekommen zum Schutz der Uterusschleimhaut vor Wucherungen zusätzlich zum Östrogen noch ein Gestagen verabreicht. Hier hat sich natürliches Progesteron als empfehlenswert erwiesen, da es in großen Studien keine Erhöhung des Brustkrebsrisikos bewirkte.

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