Herz und Gehirn rechtzeitig schützen

(djd). Herzinfarkt und Schlaganfall sind nach wie vor die häufigsten Todesursachen. Doch oft wären sie mit wirksamen Präventionsmaßnahmen vermeidbar. Verantwortlich für die Entstehung dieser Erkrankungen ist Arteriosklerose – an den Gefäßwänden lagern sich Fett und Kalk ab, machen sie dicker und unelastischer. Brechen solche Plaques auf, entsteht ein Blutgerinnsel. Die Ader kann verstopfen und ein Herzinfarkt oder Schlaganfall eintreten. Als Hauptursachen gelten Bluthochdruck, Diabetes, Rauchen, Stress und Störungen im Fettstoffwechsel, speziell erhöhte LDL-Cholesterinwerte.

Bewegen und gesund essen

Zur Vorbeugung sollte man auf das Rauchen verzichten, Übergewicht vermeiden, gesund essen und sich vor allem ausreichend bewegen. Letzteres gilt auch für ältere, gesundheitlich vorbelastete Menschen, wie Privatdozent Dr. med. Friedhelm Späh, leitender Oberarzt in der Kardiologie des Helios Klinikums Krefeld, betont. Zur Ernährung rät er zu einer guten Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren. Diese seien vor allem in Seefisch wie Lachs und Makrele enthalten, aber auch in Soja-, Raps- oder Walnussöl und Brokkoli. Auf Butter, Wurst oder Eier muss man aber nicht ganz verzichten, ergänzt der Münchener Kardiologe Dr. med. Peter Bosiljanoff: „Die Ernährung spielt zwar eine wichtige Rolle, ist aber hinsichtlich der Beeinflussbarkeit des LDL-Cholesterinwerts in der Regel nur mit zehn bis 15 Prozent relevant.“

Cholesterinwerte im Blick

Einig sind sich die Experten, dass erhöhte Cholesterinwerte beobachtet und bei Bedarf behandelt werden müssen. Reichen eine Ernährungsumstellung und Bewegung nicht aus, werden meist Statine eingesetzt. Dazu Dr. Späh: „Durch die Statine wird die körpereigene Cholesterinproduktion reduziert. Als Folge nimmt die Cholesterinaufnahme aus dem Darm zu. Hier kann eine Kombitherapie, beispielsweise mit einem sogenannten Cholesterinaufnahmehemmer, ansetzen. Damit gelingt es oftmals, den LDL-Cholesterinspiegel stärker zu senken als mit einem Statin alleine.“ Mit gut eingestellten Werten kann das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall deutlich sinken.

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