Herpes: Ursache & Behandlung

Lippenherpes

Kleine, unschöne Bläschen auf der Lippe machen Herpes häufig sehr offensichtlich – und auch sehr unangenehm für den Betroffenen. Neben den ästhetischen Makeln ist Herpes jedoch auch mit anderen Beschwerden verbunden. Wie Herpes überhaupt entsteht und welche Hilfsmittel wirken, zeigt dieser Artikel.

Welche Ursachen gibt es?

Viele Menschen tragen Herpesviren in sich und sind sich dessen gar nicht wirklich bewusst. Das liegt daran, dass man das Virus immer mit sich herumträgt, wenn man sich einmal angesteckt hat. Das Virus kämpft sich über die Nervenbahnen bis in das zentrale Nervensystem vor und dockt dort an die Nervenenden an. Anschließend schlummert es erst einmal, bis es ausbricht. Ein Ausbruch des bereits vorhandenen Herpesvirus ist das, was man heute im Alltag allgemein als Herpes bezeichnet. Zu solch einem Ausbruch kommt es, wenn das Immunsystem geschwächt ist. Die Ursachen von Herpes können somit vielfältig sein.

Psychischer sowie physischer Stress und Schlafmangel führen häufig dazu, dass Herpes ausbricht. Aber auch ein ungesunder Lebenswandel, der mit einer unausgewogenen Ernährung einhergeht, begünstigt einen Ausbruch. Darüber hinaus können Infekte und Erkältungen das Immunsystem so stark schwächen, dass sich Herpesbläschen bilden. Eine mögliche Ursache ist auch die Einnahme von bestimmten Medikamenten wie beispielsweise Kortison oder die Medikamente, die bei einer Chemotherapie zum Einsatz kommen.

Wie erkennt man Herpes?

Die Symptome von Herpes sind meist sehr eindeutig. Es kommt zu Bläschen, die starke Schmerzen verursachen und sich allgemein sehr unangenehm anfühlen. Meist treten sie im Mundbereich auf. Aber auch in der Nase oder am Kinn können Herpesbläschen auftreten.

Es kommt zu einem Kribbeln auf der Haut, sie rötet sich und brennt. Herpes geht zudem mit einem Spannungsgefühl und einem starken Juckreiz einher. Doch Vorsicht: Auch wenn das Jucken kaum auszuhalten ist, ist es eine schlechte Idee, zu kratzen. Denn durch das Kratzen können die Bläschen aufplatzen und sich noch weiter verbreiten.

Was tun gegen Herpes?

Da Herpes den meisten sehr unangenehm ist, ist es sinnvoll, sich Hilfsmittel für zuhause anzuschaffen. Doch welche Produkte helfen wirklich und wie kann man Herpes beseitigen?

Zunächst einmal sei gesagt, dass Herpes nicht heilbar ist. Wie bereits erwähnt, bleibt das Virus ständig im Körper. Somit geht es bei der Behandlung von Herpes vorrangig darum, die Symptome in Schach zu halten.

Dafür eignen sich Cremes und Salben mit einer antiviralen Wirkung. Sie helfen insbesondere dabei, die Auswirkungen abzuschwächen und die Verbreitung von Herpesviren zu minimieren. Immerhin kann sich Herpes im Mundraum ausbreiten, was zu unangenehmen Beschwerden führen kann.

Auch Hausmittel helfen gegen Herpes. So hat beispielsweise Honig eine antivirale und antibakterielle Wirkung. Wichtig: Man sollte besser keinen herkömmlichen Speisehonig verwenden, sondern sich speziellen Honig als Arzneimittel von der Apotheke holen. So verringert man das Risiko, sich eine weitere Infektion zuzuziehen.

Auch Teebaumöl gilt als beliebtes Hausmittel gegen Herpes. Das ätherische Öl kann Viren effektiv entgegenwirken und hat eine reinigende Wirkung. Zusätzlich eignet sich Zink, da dieser Wirkstoff die Heilung fördert.

Herpes – ab wann zum Arzt?

In den meisten Fällen lässt sich Herpes selbst behandeln. Mit entsprechenden Produkten, die speziell auf die Behandlung von Herpes ausgelegt sind, können Betroffene sich den zum Gang zum Arzt sparen. In einigen Fällen mag es jedoch ratsam sein, einen Spezialisten aufzusuchen. Das ist dann der Fall, wenn neben dem Herpes auch Fieber ausbricht. Auch Bläschen, die nicht nur im Mundbereich, sondern auch an den Augen auftreten, geben Anlass für einen Arztbesuch. Das liegt daran, dass Herpes an den Augen durchaus zu schwerwiegenden Komplikationen führen kann. Mögliche Folgen sind Hornhaut- oder Netzhaut-Herpes, die zur Erblindung führen können, wenn sie nicht behandelt werden.

Zudem sollte jeder, der weitere Risikofaktoren aufweist, über den Besuch beim Arzt nachdenken. Dazu zählen Neurodermitis, Erkrankungen des Immunsystems oder eine Chemotherapie. Darüber hinaus bestehen Risiken bei schwangeren Frauen, wenn es zum Ausbruch von Herpes kommt. Die Gefahr betrifft das ungeborene Kind. Daher sollte man schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen, der die Einnahme spezieller Medikamente mit der Betroffenen besprechen kann. Wer nicht reagiert, riskiert sogar unter Umständen einen Notkaiserschnitt.

Auch wenn es sehr häufig zu einem Herpesausbruch kommt, sollten Betroffene besser mit einem Spezialisten sprechen, auch wenn dies zunächst einmal unangenehm sein mag. In der Regel nimmt der Arzt eine Blickdiagnose vor. So kann schnell festgestellt werden, welche Mittel am besten gegen Herpes helfen.

Fazit

Herpes geht mit unangenehmen Symptomen einher. Dennoch gibt es einiges, was Betroffene tun können. Zwar lässt sich Herpes in der Regel sehr gut selbst behandeln, doch in Einzelfällen mag der Gang zum Arzt ratsam sein. Zudem sollte man immer im Hinterkopf behalten, dass man Herpes nicht heilen, sondern nur die Auswirkungen abschwächen kann.

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