Herbstzauber auf der Murgleiter

(djd). Wanderfreunde kommen gerne in den Schwarzwald. Die Landschaften sind ebenso abwechslungsreich wie die Wanderwege selbst. Dichte Wälder, sonnige Höhen, wilde Schluchten, weite Täler und sattgrüne Wiesen kann man im Wechsel bestaunen. Im Herbst, wenn sich die Blätter bunt verfärben, zeigt sich das größte zusammenhängende Mittelgebirge Deutschlands von seiner eindrucksvollsten Seite. Die Luft duftet würzig, der frühe Morgennebel unterstreicht die Mystik des sagenumwobenen Walds und versetzt Wanderer in eine ganz eigene Stimmung. Auf der „Murgleiter“ im nördlichen Schwarzwald – einem der schönsten Premiumwanderwege Deutschlands – lässt sich das herbstliche Naturschauspiel besonders intensiv erleben. Ausführliche Informationen sowie Etappenbeschreibungen und GPS-Daten zum kostenlosen Download gibt es unter http://www.murgleiter.de.

Die ganze Vielfalt der Natur erleben

Großteils über sanfte Naturpfade geleitet die 110 Kilometer lange Tour auf mehreren Etappen Aktivurlauber durch sonnenbeschienene Weinreben und Wiesen, über schmale Bergwege hinauf auf steile Höhen mit spektakulären Ausblicken in die Täler und den Schwarzwald. Zwischen den Nadelbäumen in ihrem dunklen Immergrün leuchten kontrastreich Laubbäume in prächtigen Farben. Der Weg folgt dem namensgebenden Fluss Murg von Gaggenau über Gernsbach, Forbach und Baiersbronn bis zu seiner Quelle auf dem Berg Schliffkopf. Die bizarren Felsformationen im Rockertswald, die plätschernden Bäche und stillen Moore, die ursprüngliche Wildnis in der Wolfsschlucht oder auch die spannenden Kontraste am Huzenbacher See sind nur einige Beispiele für die beeindruckende Vielfalt der Natur auf diesem Premiumweg. Auf idyllischen Rastplätzen kann der Wanderer die warme Herbstsonne genießen und Kraft schöpfen für den nächsten Anstieg.

Museumsbesuch und Schlemmerfreuden

Unterwegs laden viele Sehenswürdigkeiten zum Staunen und Erkunden ein: Die Wanderer passieren die 1776 gebaute historische Holzbrücke über die Murg in Forbach, gelangen zur gewaltigen Schwarzenbachtalsperre und sehen viele der kleinen Heuhütten, die typisch für das Murgtal sind. Ein Abstecher zu Schloss Eberstein lohnt ebenso wie ein Besuch des Waldmuseums in Reichental und ein Stadtbummel durch die Flößerstadt Gernsbach mit ihren schmucken Fachwerkhäusern. In Gaggenau lädt das Unimog-Museum – dort startet auch der Premiumweg – zu einer Besichtigung ein, während in der Gemeinde Baiersbronn Feinschmecker auf ihre Kosten kommen. Nicht umsonst hat die Gourmethochburg europaweit die größte Dichte an Michelin-Sternen. Neben der berühmten Haute Cuisine servieren dort Naturpark- und Wildkräuterwirte sowie seit Generationen betriebene Traditionswirtschaften regionale Köstlichkeiten.

Gute Anbindung an die S-Bahn

Wer die sehr gut ausgeschilderte „Murgleiter“ mit ihren insgesamt 5.001 Höhenmetern erwandern will, sollte fünf Tagesetappen einplanen. Unterwegs gibt es zahlreiche Übernachtungs- und Einkehrmöglichkeiten. Die parallel zum Wanderweg verlaufende S-Bahn-Anbindung ist über kleine Querwege mit der Murgleiter verbunden, wodurch der Wanderer die bisweilen sehr anspruchsvolle Strecke abkürzen oder individuell einteilen kann. Das macht die „Murgleiter“ auch für ungeübtere Freizeitwanderer, Genießer und Familien interessant. Wer möchte, kann auch auf den „Wandern ohne Gepäck“-Service zurückgreifen.

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