Herausragender Forschergeist: Zwei Absolventen der Jacobs University erhalten OLB-Wissenschaftspreis

Celina Hübner, Wettbewerbsgewinnerin in der Kategorie Studienabschlussarbeiten, hatte sich in ihrer Bachelorarbeit mit den politischen und gesellschaftlichen Chancen von Social Media auseinandergesetzt und dabei speziell die Rolle von Facebook im Kontext des Arabischen Frühlings untersucht. Der Titel ihrer Arbeit: „How does Facebook make the world more democratic? A case study of the Jasmine Revolution in Tunisia (2011)“. Da die 23-Jährige derzeit ihr internationales Praktikumsjahr beim ZDF-Auslandsstudio in Kenia und beim Auswärtigen Amt in Sri Lanka absolviert, nahm ihre Mutter Merle Hübner stellvertretend die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung in Empfang. Der zweite und dritte Preis in dieser Kategorie gingen an Ralf Weber von der Universität Vechta und Anna Carina Dieterle von der Universität Osnabrück.

Christian Hansen (32) erhielt für seine Forschung zu „Software Assistance for Preoperative Risk Assessment and Intraoperative Support in Liver Resection Surgery“ den mit 3.500 Euro dotierten zweiten Platz in der Kategorie Doktorarbeiten. Fokus der Arbeit waren neue Methoden zur Risikobewertung von Leberoperationen; unter anderem hatte Hansen selbst eine interaktive Software zur 3D-Visualisierung entwickelt, die Chirurgen beim Fällen von präoperativen Therapieentscheidungen unterstützt. Wettbewerbsgewinnerin dieser Kategorie war Ekaterina Ovchinnikova von der Universität Osnabrück; auf den dritten Platz kam Lisa Lüdders von der Universität Bremen.

„Als Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler sind Sie ein Aushängeschild der Forschung und Wissenschaft im Nordwesten”, lobte die Vorsitzende des Vorstands der OLB-Stiftung, Karin Katerbau, die Preisträger gestern im Rahmen der festlichen Preisverleihung. Neben der Qualität der ausgezeichneten Arbeiten beeindrucke auch deren Vielfalt, so Katerbau weiter. Vertreten waren Fachbereiche der Sozialwissenschaften, der Kognitionswissenschaften, der Gesundheitswissenschaften, der Geistes- und Kulturwissenschaften sowie der Medizintechnik. Unter dem Vorsitz des bekannten Wissenschaftstheoretikers Prof. Dr. Jürgen Mittelstraß von der Universität Konstanz hatte eine unabhängige fünfköpfige Jury die preisgekrönten Arbeiten aus rund 100 Bewerbungen ausgesucht.

Mit dem OLB-Wissenschaftspreis will die OLB-Stiftung die Zusammenarbeit und den Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft fördern. Der Preis würdigt aber auch die Leistungen der Universitäten und Fachhochschulen im Nordwesten. Und er unterstützt deren Engagement in Lehre und Forschung. Er soll außerdem dazu beitragen, die weitere Forschertätigkeit der Preisträger zu fördern und auch künftig zum wissenschaftlichen Arbeiten zu motivieren. Der Wissenschaftspreis ehrt also nicht nur herausragende Arbeiten, sondern auch Forschergeist.

Antragsberechtigt waren Absolventen der staatlich anerkannten Universitäten und Hochschulen im Nordwesten, deren Arbeiten im Urteil der Universität und Hochschule qualitativ herausragen. Bewerben konnten sich Studierende aller Fachrichtungen, die seit dem 15. August 2010 eine wissenschaftliche Abschlussarbeit (Diplom-, Magister-, Staatsexamens-, Bachelor-, Master- oder Doktorarbeit) vorgelegt haben und deren Prüfungsverfahren abgeschlossen war.

Weitere Informationen zum OLB-Wissenschaftspreis unter:

Scroll to Top