Herausragende Forschung zum genetisch bedingten Gedächtnisverlust

Die Auswahl des Preisträgers erfolgt durch den Vorstand der Neurowissenschaftlichen Gesellschaft. Er soll junge Wissenschaftler/innen bis zu einem Alter von 35 Jahren in ihrer Forschungsarbeit unterstützen. Die Preisverleihung fand am Freitag, 25.03.2011, ab 15 Uhr im Rahmen des Neurowissenschaftlichen Kongresses in Göttingen statt.

Der diesjährige Preisträger wird für seine Arbeiten über epigentische Mechanismen und deren Beteiligung an altersbedingtem Gedächtnisverlust ausgezeichnet. Der aus Beer-Sheva, Israel, stammene Biologe konnte zeigen dass eine Steigerung der Histon 4 Lysin 12 (H4K12) Azetylierung im Hippokampus durch Histondeazetylase (HDAC) Inhibitoren die spezifisch durch Lernprozesse ausgelöste Genexpression wieder in Gang setzt. Im Tierversuch ergaben sich deutliche Verbesserungen der Gedächtnisfunktionen und der kognitiven Fähigkeiten. Mit diesen Erkenntnissen ergeben sich neue Ansätze zur Therapie neurodegenerativer Erkrankungen. Die Arbeiten von Peleg wurden in hochrangigen Journals wie Science, Nature und Cell publiziert.

Die Hermann und Lilly Schilling-Stiftung zielt in ihrem Förderprogramm auf eine Verzahnung von neurowissenschaftlicher Grundlagenforschung mit der Anwendung der Erkenntnisse in der Klinik zur Schaffung neuer Therapieansätze ab. Sie ist eine von über 470 Stiftungen, die das DSZ – Deutsche Stiftungszentrum im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft betreut.

Scroll to Top