Herausforderungen für die globale Soziologie

Sozialgerontologische Forschung genießt in Japan als dem Land mit der ältesten Bevölkerung weltweit (vor Deutschland und Italien) einen hohen Stellenwert. Mit 27 Veranstaltungen gehörte das diesjährige Kongressprogramm der Alternssoziologie zu den am stärksten nachgefragten. Mehr als 200 Sozialwissenschaftlerinnen und Sozialwissenschaftler aus 42 Ländern stellten die Ergebnisse ihrer Forschung vor einem internationalen Fachpublikum vor. Zahlenmäßig besonders stark vertreten waren Forscher/innen aus Großbritannien, Japan, Deutschland, den USA und Australien sowie dem gesamten ost-/südostasiatischen Raum – aber es kamen auch Konferenzteilnehmer aus dem afrikanischen Benin, aus Chile oder aus Slowenien.

Themen, wie die sich weltweit rasch wandelnden Generationenbeziehungen zwischen Alt und Jung, Lösungen für die Bereitstellung angemessener Pflege, die Integration älterer Arbeitnehmer, zukünftige Renten- und Alterssicherungssysteme sowie die globale Herausforderung alternder Gesellschaften, die inzwischen auch Asien mit voller Wucht trifft und bis zum Ende des 21. Jahrhunderts fast alle Länder weltweit (einschließlich Afrika) betreffen wird, standen im Mittelpunkt der siebentägigen wissenschaftlichen Diskussion.

Besonders häufig vertreten waren Beiträge, die Auswirkungen von kritischen Ereignissen im Lebensverlauf auf die Lebenssituation im Alter untersuchten. Herausragende Aufmerksamkeit zogen die Vorträge international führender Sozialgerontologen wie Martin Kohli („Spaltungen und Konflikte in alternden Gesellschaften“), Chris Phillipson („Die neue politische Ökonomie von Generationenbeziehungen“) oder Merril Silverstein („Der Wandel von Generationenbeziehungen im ländlichen und urbanen China“) auf sich.

Auch innovative Themen wie der Zusammenhang zwischen demografischem und Klimawandel, technische Wohnraumanpassungen oder die Entwicklung neuer, zukunftsweisender Konzepte zur Bewältigung der gesellschaftlichen Alterung kamen nicht zu kurz. Im Mittelpunkt stand das Bestreben, im internationalen Vergleich voneinander zu lernen.

Kontakt:
Hochschule Zittau/Görlitz
Fakultät für Sozialwissenschaften
Prof. Dr. Andreas Hoff
Professor für Soziale Gerontologie
Furtstr. 2, Haus GI, Raum 2.08
02826 Görlitz
Tel.: 03581/4828186
E-Mail: a.hoff@hszg.de

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