Hepatologie: Bilanz und Neubeginn in der Düsseldorfer Leberforschung

Die an diesem neuen Forschungsvorhaben (SFB 974 „Kommunikation und Systemrelevanz bei Leberschädigung und Regeneration“) beteiligten Wissenschaftler werden auf molekularer und zellbiologischer Ebene die Mechanismen der Leberschädigung und der erstaunlichen Regenerationsfähigkeit der Leber untersuchen. Beteiligt sind auch das Forschungszentrum Jülich und das Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie in Dortmund. Der Koordinator (Sprecher) des alten und des neuen Sonderforschungsbereichs, Prof. Dr. Dieter Häussinger, und die beteiligten Wissenschaftler ziehen am Wochenende auch Bilanz aus dem ersten SFB 575 „Experimentelle Hepatologie“ der Leberforschung in Düsseldorf.

Hier wurden grundlegende und weltweit beachtete Erkenntnisse erarbeitet. Die Wissenschaftler haben aufgeklärt, wie es bei Leberschädigung zu Hirnfunktionsstörungen kommt, ein neues Verfahren entwickelt, wie diese Störungen zu messen sind und deren Bedeutung für die Fahrtüchtigkeit untersucht und bewertet. Sie entdeckten, wie der Grad des Wassergehalts einer Zelle ihr signalisiert, dass sie ihre Funktion verändern muss; ferner wurden zwei neue Krankheiten erstmalig beschrieben und mehr als zehn neue Mutationen in Galle-bildenden Genen entdeckt sowie eine neue Leberstammzelle identifiziert.
Der neue SFB 974 („Kommunikation und Systemrelevanz bei Leberschädigung und Regeneration“) besteht aus 21 Teilprojekten in verschiedenen Fachgebieten, die in der Klinik, der Düsseldorfer Medizinischen Fakultät und beteiligten Institutionen angesiedelt sind. Sein Fördervolumen für die erste Förderperiode von vier Jahre beträgt rd. 12 Mio Euro.

Kontakt: Prof. Dr. Dieter Häussinger, Direktor der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie, Universitätsklinikum Düsseldorf, Tel.: 0211 / 81-16330

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