Helmholtz-Graduiertenschule für Macromolecular Bioscience eingerichtet

Biomaterialien haben ein hohes Anwendungspotenzial in der Medizin, sie sind beispielsweise Bestandteile von Implantaten wie künstlichen Blutgefäßen oder künstlichen Herzklappen. Die Entwicklung moderner Biomaterialien erfordert interdisziplinäres Denken und Forschen. Dies ist nicht unbedingt Bestandteil bestehender Ausbildungsprogramme an den Universitäten, da dafür eine besondere wissenschaftliche Infrastruktur erforderlich ist. Mit den Mitteln aus dem Impuls- und Vernetzungsfonds der Helmholtz-Gemeinschaft kann nun die Helmholtz-Graduiertenschule für Macromolecur Bioscience aufgebaut werden. Die 2,4 Millionen Euro werden durch Eigenmittel der drei Partner ergänzt, wodurch insgesamt 28 Doktoranden gefördert werden können, die über Biomaterialien promovieren.

Prof. Dr. Andreas Lendlein, Institutsleiter am Helmholtz-Zentrum Geesthacht in Teltow erklärte, „die fachliche Ausrichtung der beteiligten Arbeitsgruppen und Institutionen der neuen Graduiertenschule sowie deren Verankerung in der Wissenschaftslandschaft Berlin-Brandenburg ermöglichen eine exzellente fachliche Ausbildung der Doktoranden in einem stark interdisziplinären Forschungsgebiet.“ Die Ausbildung in Schlüsselkompetenzen werde durch die Beteiligung der exzellenten Dachorganisationen der beiden Universitäten, der Dahlem Research School der Freien Universität Berlin und der Potsdam Graduate School der Universität Potsdam gewährleistet.

Das neue Ausbildungsprogramm umfasst regelmäßig stattfindende Kolloquien, an denen neben den eingebundenen Wissenschaftlern auch renommierte Gastredner aus dem Ausland teilnehmen werden. Ein weiterer Kernaspekt sind die jährlich stattfindenden Sommerschulen, die zusammen mit den internationalen Partnerinstitutionen, organisiert werden; dazu gehören unter anderem die Harvard University, die University of Tokyo, die National University of Singapore und Universitäten in Moskau, Sankt Petersburg und Tianjin. Dieses neue, umfassende Betreuungskonzept, das auch die Unterstützung bei der Karriereplanung umfasst, ermöglicht eine Begleitung von Doktoranden, die die Graduiertenschule als Experten mit Führungsqualitäten als Absolventen verlassen werden.

Sprecherin Beate Koksch betonte: „Mit der Einrichtung der Graduiertenschule ‚Macromolecular Bioscience‘ am Standort Teltow ermöglicht die Helmholtz-Gemeinschaft, ein zukunftsweisendes Ausbildungsprogramm zu etablieren, das nicht nur die bestehenden, zahlreichen gemeinsamen Aktivitäten der drei Partnerinstitutionen weiter intensivieren wird, sondern die internationale Sichtbarkeit der Forschung an Biomaterialien in der Region Berlin-Brandenburg erhöhen wird.“

Die Helmholtz-Graduiertenschulen ergänzen das bestehende Ausbildungsangebot der Helmholtz-Gemeinschaft. Sie haben das Ziel, den Doktoranden eines Zentrums optimale Promotionsbedingungen mit exzellenter fachlicher Betreuung zu bieten; sie sollen zudem als international sichtbare und integrative Einrichtungen die Vernetzung der Promovenden mit den Hochschulen fördern.

Weitere Informationen
Prof. Dr. Beate Koksch, Sprecherin der Graduiertenschule, Professorin am Institut für Chemie und Biochemie der Freien Universität Berlin, Telefon: 030 / 838-55344, E-Mail: beate.koksch@fu-berlin.de

Scroll to Top