Heinrich-Sauer-Preis 2013 im Herz- und Diabeteszentrum NRW, Bad Oeynhausen, vergeben

Lechner und seine Arbeitsgruppe haben eine phänotypische Charakterisierung von Frauen nach einem Schwangerschaftsdiabetes (GDM) vorgenommen. Dabei sind sie der Frage nachgegangen, wodurch sich Frauen nach einem Gestationsdiabetes (GDM) von Frauen nach normoglykämer Schwangerschaft unterscheiden. Erste Ergebnisse scheinen zu belegen, dass das Studiendesign geeignet ist, Risikopersonen für einen Typ-2-Diabetes schon sehr früh zu identifizieren und zu behandeln. Damit leistet die Arbeitsgruppe des Preisträgers einen wichtigen Beitrag zur Diabetesprävention. Gerade die frühzeitige Behandlung des Typ-2-Diabetes mit den makrovaskulären Komplikationen Herzinfarkt, Schlaganfall und Diabetischem Fußsyndrom wird in Zukunft eine zunehmende Rolle spielen. Die umfassende Betreuung von Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes und von Diabetikern mit makrovaskulären Komplikationen sind Schwerpunkte des Diabeteszentrums im HDZ NRW, Bad Oeynhausen. Die Jury mit Prof. Dr. med. Dr. h.c. Diethelm Tschöpe (Klinikdirektor), Prof. Dr. med. Rüdiger Petzoldt (ehemaliger Chefarzt) und Dr. med. Dr. rer. nat. Wulf Quester (Leitender Oberarzt Diabeteszentrum) hat einstimmig für dieses Präventionsprojekt votiert.

Der mit 2.500 Euro dotierte Preis ist dem Gründer der ehemaligen Diabetesklinik in Bad Oeynhausen, Heinrich Sauer, gewidmet, der zu den Wegbereitern der modernen Diabetestherapie zählt. Der renommierte Mediziner hat auch die Gründung und Inbetriebnahme des Herzzentrums begleitet und war bis 1985 Chefarzt der Diabetologie. Der Heinrich-Sauer-Preis wurde bislang von der Norddeutschen Diabetes-Gesellschaft verliehen. Seit der Preisverleihung im HDZ NRW am Vorabend des Weltdiabetestags 2013 kehrte er zu den Wurzeln seines Namensgebers zurück und wird nun zum zweiten Mal in Bad Oeynhausen verliehen.

Das Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen (HDZ NRW), Bad Oeynhausen, ist ein international führendes Zentrum zur Behandlung von Herz-, Kreislauf- und Diabeteserkrankungen. Mit über 38.000 Patienten pro Jahr, davon 15.000 in stationärer Behandlung ist das HDZ NRW eines der größten Zentren seiner Art in Europa.

Im Diabeteszentrum des HDZ NRW unter der Leitung von Prof. Dr. med. Dr. h.c. Diethelm Tschöpe werden jährlich rund 2.500 Menschen mit allen Typen des Diabetes mellitus und seinen Folgeerkrankungen wie Stoffwechsel-, endokrinologische und gastroenterologische Erkrankungen behandelt. Für insulinbehandelte Patienten ist es führend auf dem Gebiet der Diabetestechnologie (innovative Insulinpumpentherapie und kontinuierliche Glukosemessung). Ein besonderer Schwerpunkt ist die kardiovaskuläre Risikoabschätzung und Behandlung von Herz- und Gefäßerkrankungen im integrierten Versorgungskonzept. Zudem ist das Diabeteszentrum auf die Behandlung von Nervenschäden und Durchblutungsstörungen spezialisiert, dazu gehört auch die Wundheilung bei Diabetischem Fußsyndrom.

Weitere Informationen:

Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen
Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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Georgstr. 11
32545 Bad Oeynhausen
Tel. 05731 / 97 1955
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