HDZ NRW erweitert die herzchirurgische Intensivpflege

Eine zwölf Betten umfassende, neue herzchirurgische Intensivstation des Herz- und Diabeteszentrums NRW (HDZ NRW) hat am 2. September 2010 ihren Betrieb aufgenommen. In der Klinik für Thorax- und Kardiovaskularchirurgie unter der Leitung von Prof. Dr. Jan Gummert stehen damit ab sofort 55 Intensivplätze modernster Ausstattung zur Versorgung von Patienten nach einer Herzoperation zur Verfügung.

Die auf rund 700 Quadratmetern in Modulbauweise auf einer Stahlträgerkonstruktion errichtete Station wurde innerhalb von nur neun Wochen fertiggestellt und mit Wärmedämmung, Schallschutz und Brandschutz nach neuestem Stand der Technik versehen. Materialwahl und Ausstattung erfüllen die höchsten hygienischen Anforderungen. Über einen offen gestalteten Dienstplatz ist eine ständige Überwachung der Patienten durch das Personal möglich.
Das Investitionsvolumen für die in hellen, freundlichen Farben gestaltete neue Station beträgt einschl. medizintechnischer Ausstattung rund vier Mio. Euro.

„Mit der Erweiterung unserer Intensivkapazität werden wir die Versorgung unserer Patienten weiter verbessern und die Wartezeiten auf eine Herzoperation verkürzen“, erläutert Wilhelm Hecker, Geschäftsführer des HDZ NRW. Mit dieser Maßnahme reagiere das Zentrum vor allem auf die steigende Nachfrage nach schonenden, minimalinvasiven Eingriffen.

Die Klinik für Thorax- und Kardiovaskularchirurgie des HDZ NRW ist das bundesweit größte und modernste herzchirurgische Zentrum und Herztransplantationszentrum, welches das gesamte Spektrum herzchirurgischer Eingriffe mit großer Routine durchführt. Mit der Erweiterung der Intensivpflege-Kapazität können nun täglich bis zu 20 Herzoperationen in den sechs Operationssälen des HDZ NRW durchgeführt werden. Zwei weitere Operationssäle werden im nächsten Jahr in Betrieb genommen.

Mit über 4.000 Herzoperationen pro Jahr zählt das HDZ NRW zu den international führenden Einrichtungen der Spitzenmedizin. Keine andere Klinik in Deutschland führt über 1.500 Herzklappenoperationen durch, ein Drittel davon sind Schlüsselloch-Eingriffe,
die mit minimalinvasiven Techniken durchgeführt werden.

Enge Zusammenarbeit mit den Kardiologen

Ebenfalls in zunehmender Zahl werden am HDZ NRW so genannte Hybrideingriffe von Herzchirurgen und Kardiologen gemeinsam vorgenommen. Die Kardiologische Klinik unter der Leitung von Prof. Dr. Dieter Horstkotte bietet dazu alle modernen Kathetertechniken und diagnostischen Verfahren der Echokardiographie bis zu elektrophysiologischen Untersuchungen mit intrakardialem Ultraschall und magnetgestützter Navigation an. Als eine von wenigen Kardiologischen Kliniken in Deutschland bieten die Bad Oeynhausener Spezialisten das gesamte Spektrum moderner diagnostischer und therapeutischer Verfahren zur Behandlung der Koronaren Herzkrankheit (KHK), Herzklappenfehler, Herzmuskelerkrankungen, Rhythmusstörungen und entzündlichen Herzerkrankungen an. Rund 9.000 Patienten pro Jahr werden in der HDZ-Kardiologie ambulant untersucht und über 8.000 Herzkatheteruntersuchungen durchgeführt. Die Klinik verfügt über neun Spezial-Ambulanzen einschl. Schlaflabor und zwei angeschlossenen Tageskliniken.

Nach dem Motto „Medizinische Kompetenz und menschliche Nähe“ setzt das Herz- und Diabeteszentrum NRW seit 25 Jahren stetig neue Maßstäbe in der Behandlung von Herz-, Kreislauf- und Diabeteserkrankungen. Die Einrichtung hält als Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum eine in allen Bereichen anerkannte Hochleistungsmedizin und -techno-logie vor, die im Rahmen eines patientenfreundlichen Gesamtkonzepts für Prävention, Diagnostik, Therapie und Nachsorge nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, modernsten medizinischen Verfahren und exzellentem fachlichen Wissen und Können durch angeschlossene Institute und Dienstleistungsstrukturen unter einem Dach ergänzt wird.

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Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen
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(idw, 09/2010)

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