Hautklinik des Dresdner Uniklinikums nach Umzug offiziell eingeweiht

Neben dem operativen Schwerpunkt mit jährlich 1.500 Eingriffen – allein 1.000 davon aufgrund von Krebserkrankungen – bietet die Dresdner Uni-Hautklinik ein breites Spektrum ambulanter Untersuchungs- und Behandlungsmethoden an. Mit Ausnahme der Allergie-Abteilung werden ambulante Patienten in der Poliklinik Blasewitzer Straße 86 behandelt. Das neue Domizil der Klinik wird am heutigen Mittwochabend in einer Feierstunde offiziell eingeweiht.

„Mit dem Umzug sind nun auch die räumlichen Voraussetzungen für eine konkurrenzfähige Dermatologie auf universitärem Niveau geschaffen“, sagt Klinikdirektor Prof. Stefan Beissert. Erstmals verfügt die Klinik nun über einen eigenen klimatisierten OP-Trakt statt bisher nur über zwei Eingriffsräume. Damit können nahezu alle Operationen direkt in der Klinik vorgenommen werden. Verbessert hat sich auch die räumliche Situation im tagesklinischen Bereich. Die Patienten dieser klimatisierten Station lassen sich nun medizinisch auch per Monitor überwachen. Gravierend sind die Verbesserungen für die stationär versorgten Patienten. Jedes Zimmer verfügt nun über eine eigene Nasszelle und es gibt zusätzliche Einzelzimmer.

Neue Krebstherapien nutzen die Abwehrkräfte des Menschen
Der im vergangenen Jahr neu berufene Klinikdirektor Prof. Stefan Beissert baut nach dem Umzug ins Haus 8 das Angebot innovativer Therapien weiter aus. Hierfür wurden im dritten Obergeschoss des Gebäudes drei Räume eingerichtet, in denen Patienten im Rahmen von Studien ambulant mit neu entwickelten Medikamenten behandelt werden können. Dazu gehört unter anderem die Therapie von Hautkrebspatienten, bei denen bereits Metastasen festgestellt wurden. In Rahmen von Studien erhalten sie Antikörper, die dafür sorgen, dass das Immunsystem des Menschen diese Krebszellen attackiert. Denn die Ausbreitung von Tumoren ist deshalb so schwer zu stoppen, weil es diesen gelingt, bestimmte Abwehrzellen des menschlichen Organismus auszuschalten: Dazu verfügen die Krebszellen über einen Sensor, mit dem sie die Abwehrzellen in eine Art Schlummerzustand versetzen. Die Folge: der Tumor wird nicht mehr attackiert sondern toleriert. Deshalb entwickelten Forscher einen Antikörper, der diesen Sensor der Krebszelle – er trägt das Kürzel PD-1 – blockiert. Nach einer ersten grundlegenden Studie, deren Ergebnisse im vergangenen Jahr erstmals veröffentlicht wurden, folgen ab Herbst dieses Jahres weitere Tests. Daran können die ebenfalls in Haus 8 versorgten Patienten des Hauttumorzentrums am Universitäts KrebsCentrum Dresden teilnehmen.

Studien zu innovativen Therapien für Psoriasis-Patienten bilden einen weiteren Schwerpunkt der Uni-Hautklinik. Auch hier geht es um den Einsatz von Antikörpern. Ziel ist es, eine gegen den Körper selbst gerichtete Immunreaktion zu stoppen, welche die Schuppenflechte auslöst. Unter anderem wird in einer Studie die Wirkung des Antikörpers Interleukin wissenschaftlich überprüft.

Kontakt
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
Klinik und Poliklinik für Dermatologie
Direktor: Prof. Dr. med. Stefan Beissert
Tel. 0351/ 4 58 24 97
E-Mail: dermatologie@uniklinikum-dresden.de

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