Hausfrauen leben gefährlich

(djd). Die weiße Vase ganz oben im Regal, die würde den frischen Blumenstrauß vom Wochenmarkt jetzt perfekt ergänzen. Aber dafür extra die Leiter holen? Das geht doch auch ohne. Gedacht, getan. Ein Fuß steht auf dem untersten Regalbrett, der andere erklimmt gerade das nächste Brett – doch dann kracht es mächtig. Das Regal wankt, die Hausfrau stürzt und kann sich gerade noch rechtzeitig am weich gepolsterten Sessel festhalten. Doch es gibt so viele Gefahrenquellen im Haushalt, dass solche Situationen leider häufig nicht so gut ausgehen. Etwa wenn Gardinen von wackligen Leitern aus aufgehängt werden oder beim Kochen heißes Fett aus der Pfanne spritzt.

Viele Hausfrauen haben keinen Unfallschutz

Auch wenn der Sturz dieses Mal noch keine Folgen hatte, sollte man sich nach solch einem Beinahe-Unglück doch seine Gedanken über den eigenen Unfallschutz machen. Und da sieht es gerade für Hausfrauen oft bescheiden aus. Denn obwohl der Haushalt ein gefährlicher Arbeitsplatz ist, an dem es oft zu Stürzen, Verbrennungen oder Schnittverletzungen kommt, sind Hausfrauen – und Hausmänner – selten angemessen abgesichert. „Während Arbeitnehmer in ihrer Arbeitszeit sowie auf dem direkten Hin- und Rückweg über die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert sind, genießen Hausfrauen am ‚Arbeitsplatz Haushalt‘ keinen gesetzlichen Versicherungsschutz“, sagt Horst Fritz von der Nürnberger Versicherungsgruppe, „sie sollten sich also unbedingt selbst absichern.“

Umbauten können richtig teuer werden

Und das ist wichtig. Denn alle vier Sekunden – also fast acht Millionen Mal im Jahr – geschieht in Deutschland ein Unfall. Private Unfallversicherungen können dafür sorgen, dass danach keine Finanzierungslücken entstehen. Etwa wenn man die Wohnung behindertengerecht umbauen muss, um auch nach einem Unfall selbständig leben zu können. Auch eine Haushaltshilfe für die erste Zeit nach dem Unfall kann sehr viel Geld kosten. Die Leistungen einer Unfallversicherung sind also gut geeignet, nach einem Unfall einen angemessenen Lebensstandard zu halten.

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