Hasso-Plattner-Institut eröffnet internationales IT-Spitzenforschungslabor

Die Eröffnung des Spitzenforschungslabors ist eingebettet in das fünfte internationale Symposium zum Thema "Future Trends in Service-Oriented Computing", das die HPI Research School, das Forschungskolleg des Instituts, vom 16. bis 18. Juni veranstaltet. Dazu werden auch die Nachwuchswissenschaftler aus den HPI-Forschungsaußenstellen am Technion in Haifa (Israel) und an der University of Cape Town (Südafrika) nach Potsdam kommen.

Internationale Partner wie Fujitsu, Hewlett-Packard, SAP und andere

Das HPI-Spitzenforschungslabor wird von einem hochkarätigen Konsortium von IT-Konzernen, darunter zum Beispiel Fujitsu, Hewlett-Packard und SAP, mit modernster Hardware und neuester Software unterstützt. Beides kommt gerade aus den Entwicklungsabteilungen und wird erst in Kürze im Markt verfügbar sein. Darunter sind zum Beispiel Hochleistungsserver mit bis zu 128 logischen Rechenkernen (jeder vergleichbar einer herkömmlichen zentralen Verarbeitungseinheit eines Computers, CPU) und bis zu zwei Terabyte Hauptspeicherkapazität. Zum Vergleich: Das ist fast 500 Mal so viel wie in einem handelsüblichen PC.

Das Spitzenforschungslabor des Hasso-Plattner-Instituts nimmt seine Arbeit in einer Phase revolutionärer Veränderungen bei den Rechnerarchitekturen auf: Mehrkernprozessoren, immense neue Hauptspeicherkapazitäten, veränderte Art der schnellen Verarbeitung riesiger Datenmengen – wenn neueste Rechner-Architekturen künftig optimal mit massiv parallel arbeitender Software zusammenwirken, werden sich die meisten Verarbeitungsschritte in der IT-Praxis großer Unternehmen und Institutionen um mehrere Größenordnungen (bis zu Faktor 100) beschleunigen lassen. Auch Virtualisierung und Cloud Computing leisten dazu wichtige Beiträge.

Forscher aus aller Welt eingeladen

Im internationalen "Future SOC Lab" in Potsdam werden nun die betreffenden Zusammenhänge untersucht – nicht nur durch die HPI-Wissenschaftler, sondern auch durch eingeladene Forscher aus aller Welt. Sie können auf Antrag realitätsnah neue Konzepte erforschen, die für das Service-Oriented Computing (SOC) der Zukunft wichtig sind. Dabei geht es unter anderem darum, dass Software-Anwendungen nicht mehr im hauseigenen Rechenzentrum oder vom Endbenutzer selbst, sondern von Anbietern entsprechender Dienste (Services) ausgeführt werden.

Hinweis für Redaktionen: Senden Sie bitte ihre Anmeldung zur Veranstaltung möglichst schnell per Mail an presse@hpi.uni-potsdam.de.

HInweis für Fotografen: Die Hochleistungsrechner stehen recht unauffällig in einem Server-Rack in einem unserer Gebäude. Einen optischen Eindruck davon bekommen Sie auf unserer Website unter <www.hpi.uni-potsdam.de/presse/download.html>, wo Sie auch textliche Hintergrundinformationen herunterladen können. Einzelne Foto-Shootings im Labor sind leider nicht möglich.
(idw, 06/2010)

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