Harninkontinenz – wie wird eine Blasenschwäche behandelt?

Harinkontinenz

Harninkontinenz ist eine Störung, über die Betroffene nur ungern sprechen. Die Funktionsstörung, die umgangssprachlich auch als Blasenschwäche bezeichnet wird, ist weit verbreitet und tritt in unterschiedlichen Erscheinungsformen auf. 

Was hilft bei unwillkürlichem Urinabgang?

Die Digitalisierung im Gesundheitswesen schreitet weiter voran. Inzwischen stehen zum Thema Gesundheit immer mehr Apps zur Verfügung. Während die meisten Gesundheits-Apps die Fitness betreffen, sind auch Diagnosetools zu finden, die Unterstützung bei der Diagnosefindung ermöglichen sollen. Von einer Harninkontinenz wird erst gesprochen, wenn der Harndrang nicht kontrolliert werden kann oder der Urin ungewollt abgeht. Bei der Belastungsinkontinenz, die früher auch als Stressinkontinenz bezeichnet wurde, ist zu hohe körperliche Belastung der Hauptauslöser. Wenn sich der Druck im Bauchraum durch das Heben schwerer Gegenstände oder auch beim Lachen, Husten und Niesen erhöht, kann es zum unwillkürlichen Urinabgang kommen. In schweren Fällen verspüren die Betroffenen keinen Harndrang, bevor im Stehen oder Liegen sowie bei jeder Bewegung ungewollt Urin abgeht. Die Dranginkontinenz wird dadurch geprägt, dass der Harndrang überfallartig und sehr häufig auftritt, sodass es teilweise mehrmals pro Stunde zum Harnabgang kommt, auch wenn die Blase noch nicht voll ist. Bei dieser Form der Inkontinenz geht der Urin schwallartig ab. Das Gefühl dafür, dass die Blase voll ist und entleert werden muss, lässt bei der Reflexinkontinenz stetig nach. Die Entleerung geschieht spontan, ohne dass diese vom Betroffenen gesteuert werden kann. Obwohl sich die Blase bei einer Reflexinkontinenz von selbst entleert, ist die Entleerung nicht vollständig. Bei Blasenschwäche werden häufig verschiedene Inkontinenzhilfsmittel verwendet. Diese sollen wie die Windeln für Erwachsene von BetterDry den Betroffenen trotz Inkontinenz ein aktives Leben ermöglichen. Bei der Verwendung solcher Hilfsmittel müssen jedoch die Inkontinenzart sowie die persönliche Situation berücksichtigt werden, damit eine optimale Versorgung gewährleistet ist. In manchen Fällen kann es notwendig sein, zwei Produktarten miteinander zu kombinieren. Oft werden beispielsweise tagsüber spezielle Pants getragen, während nachts auslaufsichere Inkontinenzwindeln für Erwachsene verwendet werden. 

Therapeutische Möglichkeiten und operative Verfahren

Bei leichter Inkontinenz genügen häufig Fixierhosen und Saugeinlagen, die meist im Stehen gewechselt werden können. Zu den Nachteilen dieser Erwachsenenwindeln zählt die geringe Auslaufsicherheit, sodass diese für nächtliche Anwendungen nur bedingt geeignet sind. Da nachts und bei sportlichen Aktivitäten ein Schutz mit höherer Saugstärke und sicherem Sitz erforderlich ist, kann eine geschlossene Erwachsenenwindel die bessere Lösung darstellen. Oft wird empfohlen, ein Wiegeprotokoll anzulegen, welches bei der Ermittlung der richtigen Saugstärke helfen soll. In dieser Dokumentation sollen das Gewicht des Inkontinenzprodukts notiert und die Werte vor und nach dessen Benutzung festgehalten werden. Mit diesem Verfahren kann überprüft werden, ob das richtige Produkt verwendet oder eine Umstellung auf ein saugfähigeres Modell sinnvoll ist. Bei Inkontinenz wird oft das Training der Beckenbodenmuskulatur empfohlen, welches im Rahmen einer Physiotherapie oder auch zu Hause durchgeführt werden kann. Mit ersten Erfolgen beim Beckenbodentrainings kann meist nach 3 bis 6 Monaten gerechnet werden. Übergewichtigen Patienten/innen mit Inkontinenz wird häufig zu einer Gewichtsabnahme geraten. Es wird davon ausgegangen, dass eine Gewichtsreduktion auch einen positiven Effekt auf den Harndrang hat und somit der unwillkürliche Abgang von Urin vermindert werden kann. Unter bestimmten Voraussetzungen können bei Inkontinenz auch operative Verfahren in Betracht gezogen werden. 

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