Harninkontinenz, Prostatakrebs und Prävention: Urologen informieren im Congress Center Leipzig

„Von einer Blasenschwäche sind in Deutschland rund acht Millionen Menschen betroffen – Frauen wie Männer. Viele von ihnen verschweigen die vermeintliche Tabu-Krankheit aus Scham und erhalten deshalb keine angemessene Behandlung“, sagt der Moderator des Patientenforums und stellvertretende Vorsitzende der PatientenAkademie der Deutschen Urologen, Prof. Dr. Christian Wülfing. „Das wollen wir ändern und die Betroffenen ermutigen, sich helfen zu lassen, denn die Harninkontinenz ist in den meisten Fällen gut behandelbar.“ Über aktuelle Behandlungsmethoden berichtet die Münchner Urologin PD Dr. Richarda Bauer aus dem Arbeitskreis „Urologische Funktionsdiagnostik und Urologie der Frau“ der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V.

Auch das Prostatakarzinom mit etwa 60.000 Neuerkrankungen pro Jahr stellt die Betroffenen vor größte Herausforderungen. Im Schnitt muss in Deutschland alle 9 Minuten ein Mann, gemeinsam mit seinem Urologen, eine Behandlungsentscheidung treffen: Zuwarten, Totaloperation oder Bestrahlung? Die neue onlinebasierte interaktiv personalisierte „Entscheidungshilfe Prostatakrebs“ kann die Patienten effektiv bei der Wahl der individuell besten Therapie unterstützen. Projektleiter PD Dr. Dr. Johannes Huber aus Dresden stellt das innovative Beratungsportal der PatientenAkademie der Deutschen Urologen für Männer mit nicht metastasiertem Prostatakarzinom den Besuchern des Patientenforums in Leipzig vor.
Wichtigen und kompetenten Beistand erfahren Betroffene ebenfalls durch die Patientenselbsthilfe. Der Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e.V. (BPS) erbringt diese Beratung auf höchstem Niveau. „Was können Selbsthilfegruppen leisten?“, fragt deshalb Moderator und DGU-Pressesprecher Wülfing in einem Interview mit den Vertretern des BPS, Dr. Lothar Eberhard, Leiter der Prostatakrebs Selbsthilfegruppe Leipzig, und Günther Carl, Vorstandsmitglied des Bundesverbandes Prostatakrebs Selbsthilfe e. V.

Über die Prävention urologischer Erkrankungen und Früherkennungsuntersuchungen für Männer, Frauen, Jugendliche und Kinder klärt Prof. Dr. Stephan Roth aus Wuppertal, DGU-Präsident der Amtsperiode 2014/2015, auf. „Vorbeugen ist möglich“, weiß auch Prof. Wülfing. „Und das gilt nicht nur, wie vielfach angenommen, für Männer, denn urologische Erkrankungen können Frauen und Kinder ebenso treffen.“

Medienvertreter sind auf dem Patientenforum im Congress Center Leipzig (CCL) am Samstag, den 1. Oktober 2016, 10.30 bis 12.00 Uhr in Saal 5 ebenfalls herzlich willkommen.

Weitere Informationen:
DGU-Kongress-Pressestelle
Bettina-C. Wahlers
Sabine M. Glimm
Grandkuhlenweg 5-7
22549 Hamburg
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