Hämorrhoiden sollten von den Betroffenen ernst genommen werden

Hämorrhoiden – Wer sich zu wenig bewegt, ist anfällig für Hämorrhoiden. Diese schmerzhafte Erfahrung machen viele Bundesbürger, die nicht ausreichend Sport treiben und auch im Berufsleben zu viel sitzen. Denn ohne Bewegung wird der Darm träge – und Verstopfungen sind oftmals der ausschlaggebende Grund für vergrößerte Hämorrhoiden. Aber auch ungesunde Ernährungsgewohnheiten spielen eine wichtige Rolle, sagt Claudia Herzler, niedergelassene Fachärztin für Dermatologie, Venerologie und Allergologie in Berlin.

Frühzeitige Behandlung erspart Komplikationen
Wer Probleme mit dem Enddarm hat, sollte rechtzeitig zum Arzt gehen. Je früher Hämorrhoiden behandelt werden, desto besser lässt sich der Verlauf der Krankheit beeinflussen. "So können vergrößerte Hämorrhoiden ersten Grades durchaus noch mit Salben oder Zäpfchen behandelt werden", erklärt Dr. Gerhard Henke, Facharzt für Urologie und Proktologie. "Hämorrhoiden zweiten und dritten Grades werden verödet oder mit einer Gummibandligatur beseitigt", betont der in Berlin praktizierende Mediziner. Im vierten Stadium kommen die Patienten hingegen meist um eine Operation nicht mehr umhin. Wer das vermeiden will, sollte daher seine Scheu überwinden und so rasch wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

So kann sich die Haut schnell erholen
Je früher die Patienten aktiv werden und etwas gegen die Beschwerden unternehmen, desto besser kann ihnen geholfen werden. Besonders geeignet sind Salben, die dafür sorgen, dass sich die Haut wieder erholt. Gut verträglich sind Präparate mit dem Wirkprinzip BKS, das gleich einer oberflächlichen Impfung den körpereigenen Heilungsprozess und das Abschwellen der Schleimhaut fördert, wie etwa in Posterisan. Dieses Arzneimittel ist so gut verträglich, dass es auch für die Anwendung in der Schwangerschaft geeignet ist. Eine pflanzliche Alternative für die Behandlung ist Posterine mit Hamamelis-Extrakt, für die Akuttherapie gibt es das schmerzstillende Posterisan akut (alle rezeptfrei in der Apotheke, als Salben, Zäpfchen, Zäpfchen mit Mulleinlage und Einmaltuben).

Viele Informationen und einen Selbsttest enthält der Patientenratgeber "Gut zu wissen". Der Ratgeber kann kostenlos angefordert werden bei: Dr. Kade Pharmazeutische Fabrik GmbH, Rigistraße 2, 12277 Berlin, Stichwort „Patientenratgeber Hämorrhoiden“.

Keine große Sache: bei Verdacht auf Hämorrhoiden zum Arzt
Viele Betroffene scheuen sich aus Angst vor der Untersuchung des Enddarms den Arzt um Rat zu fragen. Diese Befürchtungen sind unbegründet, erklärt die Berliner Apothekerin und Fachautorin Dr. Meike Criswell: "Die Untersuchung ist häufig viel harmloser als befürchtet. Meistens tastet der Arzt mit dem Finger vorsichtig die äußere Afterumgebung und den Analkanal ab." Für den Arzt ist das Routine, nennenswerte Schmerzen durch die Untersuchung muss man nicht befürchten. (djd/pt, 02/2010)

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