Gynäkologen tagen am UKJ zu neuen Hysterektomie-Verfahren

Jena. Eine Entfernung der Gebärmutter oder auch Hysterektomie gehört zu den häufigsten gynäkologischen Operationen. Etwa jede dritte Frau in Deutschlands ist im Laufe ihres Lebens davon betroffen. Weit verbreitete Veränderungen der Gebärmutter machen einen solchen Eingriff oft notwendig. „Myome, die Beschwerden verursachen, Blutungsstörungen oder auch schmerzhafte Endometriose, Senkung oder Krebsveränderungen gehören dazu“, erklärt Prof. Dr. Ingo B. Runnebaum, Direktor der Abteilung für Gynäkologie am Universitätsklinikum Jena. „Für Frauen, für die dieser Schritt nötig und sinnvoll ist, können wir heute mit neuen minimal-invasiven Verfahren sehr viel schonendere Operationsmethoden anbieten“, so der Experte für Schlüsselloch-Chirurgie. Dazu gehört, so wenig Gewebe wie möglich durch die Operation zu entfernen oder zu schädigen und beispielsweise Nervenverbindungen auch bei ausgedehnteren Operationen zu erhalten. „Damit wollen wir sicherstellen, dass das Empfinden in dieser wichtigen Körperregion auch nach der Operation gewahrt oder verbessert wird. Die Lebensqualität der Frauen soll durch den Eingriff nicht beeinträchtigt, sondern möglichst verbessert werden“, beschreibt Prof. Runnebaum die Vorteile der neuen Techniken.
Diese und weitere enorme Fortschritte auf diesem Gebiet sind Thema des am 10. September am Universitätsklinikum Jena stattfindenden Operationskurses zu neuen Hysterektomieverfahren. Mehr als 100 Teilnehmer aus ganz Deutschland werden dabei in den Rosensälen per Live-Übertragung die Operationen in drei Sälen der Jenaer Uni-Frauenklinik verfolgen. Renommierte Gynäkologen werden den Kollegen dabei die neuen Methoden erklären und kommentieren. „Wir freuen uns sehr, dass es uns gelungen ist, ein so großes Gremium ausgewiesener Experten für diesen Kongress in Jena zu gewinnen und zahlreiche Operateure in Deutschland für neue minimal-invasive OP-Techniken zu begeistern“, sagt Prof. Runnebaum.

10. September 2010, 09.00 Uhr bis 19.00 Uhr
„Neue Hysterektomie-Verfahren“, Workshop mit Live-Operationen, Universitätsklinikum Jena in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft für Gynäkologische Endoskopie der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe
Ort: Rosensäle, Fürstengraben 27, Jena

Kontakt:
Prof. Dr. Ingo B. Runnebaum, MBA
Direktor der Abteilung Gynäkologie, Universitätsklinikum Jena
Tel. 03641/933063
E-Mail: Direktion-gyn@med.uni-jena.de
(idw, 09/2010)

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