Gute Schmerztherapie ist Teamarbeit: Schmerzkongress 2011 in Mannheim

Aktuelle Informationen, Anmeldung und Programm unter http://www.schmerzkongress2011.de

Forschung: Von Schmerz und Schlaf bis hin zu neuen Medikamenten

Zu den Forschungsthemen gehört diesmal unter anderem die Interaktion zwischen Schmerz und Schlaf. Erstaunlich wenig ist darüber bisher bekannt, obwohl feststeht, dass Schmerz den Schlaf beeinträchtigt und Schlafmangel wiederum die Schmerzempfindlichkeit erhöht. Beim Kongress stehen neue Forschungsansätze und neue Behandlungsstrategien aber auch die Präsentation gemeinsamer neurobiologischer Grundlagen auf dem Programm. Neue Medikamente, aber auch Probleme bei der Medikamentenverordnung wie missbräuchliche oder falsche Einnahme sowie ungünstige Medikamenten-Kombinationen werden diskutiert. Besonders am Herzen liegt den Spezialisten in diesem Jahr der Akutschmerz. In der Natur ist er überlebenswichtig – im Krankenhaus aber offensichtlich nicht. Funktionierende Konzepte gegen den akuten Schmerz sind entwickelt und erprobt – nur werden sie bisher zu wenig eingesetzt. Mehr als 80 Prozent der Krankenhauspatienten erleiden unnötige Schmerzen. Wie sich das ändern lässt, diskutieren die Experten beim Schmerzkongress. Die Konsequenzen und der praktikable Umgang mit den jüngst verabschiedeten Leitlinien ist ein weiteres zentrales Thema. Es ist ein wichtiges Anliegen des Kongresses, Forschungsergebnisse in einem versorgungs-relevanten Rahmen einzubinden.

Potential und Tücken der Multimodalität

Der Multimodale Behandlungsansatz bestimmt dieses Jahr das Motto des Schmerzkongresses „Alles multimodal? – Chancen und Grenzen“. Multimodale Konzepte bezieht alle Aspekte der Schmerzkrankheit – biologische, psychische und soziale – mit ein. Inzwischen gibt es multimodale Behandlungsansätze nicht mehr nur gegen Rücken- und sonstige Bewegungsschmerzen, sondern auch für viele andere Krankheitsbilder. Die Teilnehmer des Kongresses diskutieren aber auch die Kehrseiten und Lücken der multimodalen Vorgehensweise. So ist es z.B. nicht immer einfach, in traditionell hierarchischen Klinikstrukturen echte Teamarbeit zu etablieren. Der Erfolg kann viele Väter haben, daraus resultiert im Team üblicherweise kein Problem – aber wie geht man mit Misserfolgen um, wenn mehrere verantwortlich sind?

Programm und Teilnehmer

Mit mehr als 50 wissenschaftlichen Symposien, darunter Pflegesymposien, sowie 36 Praktiker-Seminaren und Workshops, deckt der Schmerzkongress das gesamte Themenspektrum der Schmerzdiagnostik und -therapie ab. Mehr als 2.000 Teilnehmer – Mediziner verschiedener Fachgebiete, Psychologen, Pflegende, Physiotherapeuten und andere – werden erwartet. Einer der Schwerpunkte wird auch in diesem Jahr die Nachwuchsförderung sein: Neben dem Studententag, an dem Studierende die Grundlagen der Schmerzdiagnostik und -therapie erlernen können (Samstag, 8.10.), findet ein Nachwuchssymposium statt (Samstag, 8.10.). Zudem werden beim Kongress die Förderpreise für Schmerzforschung und die DGSS-Nachwuchsstipendien verliehen (Donnerstag, 6.10.).

Termine

• Vorab-Pressegespräch: 15.9.2011, 11 Uhr, Schmerzambulanz Mannheimer Uniklinikum, Einladung folgt
• Eröffnungs-Pressekonferenz: 5.10.2011, 10 Uhr, Congress Center Rosengarten, Einladung folgt
• Verleihung der Förderpreise für Schmerzforschung, 6.10.2011 ab 10.30 Uhr, Congress Center Rosengarten
• Patienten fragen – Experten antworten: Wenn Nerven schmerzen. 8.10.2011, 10 Uhr, Bürgersaal, Stadthaus, N1, Ankündigung folgt

Das komplette Kongressprogramm und weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://www.schmerzkongress2011.de

Ich würde mich freuen, Sie in Mannheim begrüßen zu können!
Mit freundlichen Grüßen,
Meike Drießen

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