Gute Beispiele für Synergien zwischen Umweltschutz und sozialer Gerechtigkeit gesucht!

Das Programm Soziale Stadt ist wie auch andere Programme der Städtebauförderung durch einen integrierten, partizipativen und quartiersbezogenen Ansatz gekennzeichnet, der Möglichkeiten zur Verknüpfung von Strategien und Maßnahmen zur sozialen Gerechtigkeit und zur Verbesserung der Umweltsituation bietet. Mittels eines Methodenmixes aus Dokumentenanalyse, Durchführung von vier Fallstudien mit Experteninterviews und teilnehmender Beobachtung einschließlich narrativer Interviews mit Quartiersbewohner/innen sowie Dokumentation von best practices wird auf verschiedenen Ebenen der Frage nachgegangen, ob und wie umweltpolitische Anliegen und sozioökonomische Herausforderungen auf Quartiersebene – insbesondere im Hinblick auf Verteilungs- und Zugangsgerech-tigkeit, Verfahrensgerechtigkeit, nachhaltige Lebensstile und Konsummuster sowie lokale Innovationen – im Rahmen von Programmen wie der Sozialen Stadt implementiert und umgesetzt werden können.

Der Schwerpunkt des Vorhabens liegt auf den Städtebauförderprogrammen und insbe-sondere auf dem Programm Soziale Stadt. Zur Identifizierung von weiteren best practices wird der Fokus darüber hinaus auf lokale Beispiele für „gelebte“ Synergien zwischen Verbesserung von Umweltqualität und sozialer (nachhaltiger) Gerechtigkeit in benachteiligten Stadtteilen erweitert.

Hierzu werden Projekte von Kommunen oder lokalen Initiativen gesucht, die Maßnahmen zur sozialen und ökologischen Gerechtigkeit im Rahmen der Städtebauförderung oder auch darüber hinaus erfolgreich miteinander verknüpft haben. Von besonderem Interesse sind Ansätze, die auf eine Stärkung von nachhaltigen Lebensstilen und Konsummustern abzielen und diese mit Maßnahmen zum Empowerment von benachteiligten Zielgruppen verbinden.

Die Ergebnisse der best practice Projekte werden im Rahmen des Forschungs- und Entwicklungsvorhabens aufbereitet, diskutiert und dokumentiert. Auf Basis dieser sowie der Untersuchungsergebnisse aus den Fallkommunen/-gebieten werden erste Handlungsempfehlungen für eine nachhaltige Umwelt- und Stadtentwicklungspolitik im Rahmen der Städtebauförderung sowie für sozialpolitische und zivilgesellschaftliche Akteure auf Bundes-, Länder- und kommunaler Ebene abgeleitet. Diese (Zwischen-)Ergebnisse werden im Rahmen von Fachgesprächen mit Expert/innen aus verschiedenen Bereichen diskutiert, ergänzt und weiterentwickelt.

Hinweise und Projektvorschläge bitte per eMail an winkler-kuehlken@ifsberlin.de oder schriftlich an das IfS Institut für Stadtforschung und Strukturpolitik GmbH, Lützowstr. 93, 10785 Berlin bis spätestens Ende Juni 2016

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