Grundlagen der Behandlung von Asthmatikern – Was Sie wissen müssen

Asthma

Wenn Sie gerade die Diagnose Asthma erhalten haben oder einen Angehörigen mit dieser Krankheit betreuen, kann Ihnen das Wissen in diesem Artikel helfen, Anfälle zu vermeiden und Beschwerden auf ein Minimum zu beschränken. Asthma ist zwar noch nicht heilbar, aber gut behandelbar und durch die richtige Betreuung können Asthmatiker heute ein ganz normales Leben führen.

Die richtige Diagnose ist die Voraussetzung für die richtige Behandlung

Laut Definition handelt es sich bei Asthma um eine chronische und entzündliche Krankheit der Atemwege, bei der es immer wieder zu Anfällen kommen kann. Bei Asthma sind die Bronchien besonders empfindlich gegen verschiedene Reize.

Es gibt eine Reihe von typischen Symptomen, die es Ärzten ermöglichen, Asthma zu diagnostizieren. Dazu gehören Keuchen und Husten, besonders nachts, und ein Engegefühl in der Brust.

Bei körperlicher Anstrengung, Infektionen und dem Kontakt mit Allergenen wie Schimmel, Rauch und Pollen verschlechtern sich die Symptome normalerweise. Es gibt jedoch Krankheiten mit sehr ähnlichen Symptomen wie chronisch-obstruktive Bronchitis und COPD. Deshalb ist es wichtig, eine genaue Diagnose zu stellen, um sicher sein zu können, dass es sich wirklich um Asthma handelt.

Dazu fragen die Ärzte bei der Anamnese nach der Krankengeschichte und den auslösenden Faktoren und klassifizieren den Schweregrad der Symptome. Daraus ergibt sich die Bewertung des Risikos schwerer Anfälle.

Das Asthma unter Kontrolle bringen

Damit die Krankheit unter Kontrolle bleibt, sollen die Betroffenen die Auslöser kennen und vermeiden.

Eine wichtige Rolle spielt der Einsatz der richtigen Medikamente: Zur Vorbeugung gegen die Symptome werden Controller eingenommen. Dazu gehören Kortison zum Inhalieren und langwirksame Beta-2-Mimetika. Gegen akute Beschwerden helfen kurzwirksame Beta-2-Mimetika wie Fenoterol, Salbutamol und Terbutalin. Andere Präparate, die in der Asthma-Therapie eingesetzt werden, sind beispielsweise Kombinationspräparate und Anticholinergika (zur Erweiterung der Bronchien).

Die Therapie soll störenden Symptomen vorbeugen und für eine nahezu normale Lungenfunktion sorgen, sodass die Patienten ihren normalen Aktivitäten ohne viele Einschränkungen nachgehen können.

Dazu wird die Therapie idealerweise dauerhaft von einem Lungenfacharzt überwacht, der bei Bedarf die Behandlung anpasst. Der Arzt überprüft regelmäßig die Lungenfunktion (durch eine Spirometrie), dokumentiert die Symptome und erstellt gemeinsam mit dem Patienten einen Asthma-Aktionsplan.

Wie erfolgreiches Management der Krankheit gelingt

Vor allem sollten Asthmatiker und die Personen, die sie betreuen, die Rolle der verschriebenen Medikamente verstehen und wissen, was sie bei Symptomen tun sollen. Sehr wichtig ist es auch, sich die richtige Verwendung des Inhalators von medizinischem Fachpersonal zeigen zu lassen.

Außerdem sollten Asthmatiker ihre Auslöser kennen und alle Allergene meiden, wenn es irgendwie möglich ist. Häufige Auslöser sind Tierhaare, Pollen, Hausstaubmilben, Schimmel, Zigarettenrauch und Reinigungsmittel.

Bei Anfällen richtig reagieren

Wer weiß, was bei einem Asthmaanfall zu tun ist, kann dadurch das Risiko, an einem schweren Anfall zu sterben, deutlich senken. Deshalb ist die Aufklärung der Patienten und ihrer Umgebung von zentraler Bedeutung. Die Betroffenen müssen wissen, welche Anzeichen einer Verschlechterung ihres Zustands es gibt und wann sie den Notarzt rufen müssen. Ein belastungsinduzierter Bronchospasmus ist oft ein Zeichen für eine bedrohliche Situation. Im Zweifelsfall ist es immer besser, einen Arzt zu rufen, als einen schweren Anfall zu riskieren.

Bei einer Behandlung in der Notaufnahme bekommt man normalerweise Sauerstoff zur Linderung der Hypoxämie und kurzwirksame Bronchodilatatoren, sowie Kortikosteroide gegen die Entzündung der Atemwege verabreicht. Die Notärzte überwachen laufend die Lungenfunktion. Wenn ein Krankenhausaufenthalt nötig ist, bemüht sich das Krankenhaus um Aufklärung und eine angemessene Nachsorge.

Strategien, um eine Asthma-Behandlung genau einzuhalten

Arzt und Patient sollten klare Ziele haben, etwa eine verbesserte Asthmakontrolle und eine gute Lebensqualität. Wenn ein Patient Bedenken gegen bestimmte Therapien hat, sollte es möglich sein, darüber zu sprechen. Idealerweise sind die Familie und das soziale Umfeld in die Behandlung eingebunden und wissen, was im Notfall zu tun ist.

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