Grund zum Optimismus für 2010

Das Universitätsklinikum Heidelberg startet optimistisch ins neue Jahr. Auf dem Neujahrsempfang am 27. Januar 2010 in der Orthopädischen Klinik in Schlierbach begrüßte der Vorstand des Klinikums rund 100 Gäste aus Politik und Gesund-heitswesen, der Universität und den Heidelberger Forschungseinrichtungen – darunter Ministerialdirektorin Gisela Meister-Scheufele vom Finanzministerium Baden-Württemberg, den Landtagsabgeordneten Werner Pfisterer und Margret Hommelhoff, die als Gemeinderätin und offizielle Stellvertretung von Oberbür-germeister Eckhard Würzner anwesend war.

Integration der Orthopädie erfolgte "fast schmerzlos"

Die Wahl, den Neujahrsempfang in der Orthopädie zu veranstalten, hatte symboli-schen Charakter. Seit dem 1. Januar 2010 gehört die Klinik – nach einer zweijährigen Übergangsphase der Geschäftsführung durch das Klinikum – zum Universitätsklinikum Heidelberg. Professor Dr. J. Rüdiger Siewert, Leitender Ärztlicher Direktor, erläuerte den Prozess mit chirurgischem Vokabular: "Nach operativen Maßnahmen und der Transplantation in Form der Umsetzung der Unfallchirurgie vom Neuenheimer Campus nach Schlierbach ist zusammengewachsen, was schon immer zusammen gehört hat." Als gesonderte Organisationseinheit mit einer modernen Departmentstruktur wird die Orthopädie innerhalb des Universi-tätsklinikums Heidelberg weiter existieren. "Aufgrund der aufgeschlossenen Ko-operation und Toleranz und dem notwendigen Augenmaß konnte die Integration der Orthopädie fast schmerzlos erfolgen", dankte Professor Siewert allen beteiligten Akteuren.

Mahnende Worte richtete der Leitende Ärztliche Direktor an das Land Baden-Württemberg als Träger des Klinikums. "Wenn die Universitätsklinika einen immer größeren Eigenbeitrag zu ihrer Weiterentwicklung leisten müssen, brauchen sie mehr Bewegungsfreiheit am Kapitalmarkt, mehr Gestaltungsfreiheit in strukturel-len und personellen Belangen und kurze Entscheidungswege", wünscht sich Professor Siewert für die Zukunft mehr Vertrauen in die jeweils agierenden Vorstände und eine konstruktive Begleitung durch den Träger.

Das Jahr 2009 wirtschaftlich zufriedenstellend abgeschlossen

Die Leistungen im stationären Bereich hat das Universitätsklinikum Heidelberg 2009 erneut gesteigert und gehört damit zu den größten und leistungsstärksten Universitätsklinika in Deutschland. "Wir haben unser gesetztes Ziel erreicht und konnten das vergangene Jahr wirtschaftlich zufriedenstellend abschließen", resümierte Irmtraut Gürkan, die Kaufmännische Direktorin. Sie dankte allen Mitarbeitern für ihre enorme Motivation, Leistungsbereitschaft und den Mut, auch Veränderungen engagiert anzugehen.

Bei der Anzahl der Mitarbeiter konnte Irmtraut Gürkan ein Wachstum vermelden: "Im Universitätsklinikum und der Medizinischen Fakultät konnten wir 2009 die Zahl unserer Mitarbeiter gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 274 Vollkräfte auf damit 6743 Vollkräfte, ohne Orthopädie, erhöhen". Den größten Zuwachs gab es mit 144 Vollkräften im Pflege- und Funktionsdienst.
Für die Zukunft sieht die kaufmännische Direktorin das Universitätsklinikum gut aufgestellt, so dass man allen Grund zum Optimismus haben kann. "Mit unserem Schwerpunkt in der Hochleistungsmedizin haben wir eine besondere Verantwor-tung für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung in der Region", so Irmtraut Gürkan. Um dieser Verantwortung gerecht zu werden, soll auch zukünftig mit den Krankenkassen, den kooperierenden Krankenhäusern und mit den eigenen Mitar-beitern vertrauensvoll und fair zusammen gearbeitet werden.

Investition in Forschung entscheidend

Von einer hervorragenden Leistungsbilanz in den letzten Jahren sprach Professor Dr. Claus R. Bartram, Dekan der Medizinischen Fakultät. "Hier tragen Leistungsbereitschaft, Betriebsklima und strategisches Konzept dazu bei, dass unsere Spit-zenposition im nationalen Vergleich gesichert werden konnte." Als großen Erfolg wertete Professor Bartram die Tatsache, dass durch ein konstruktives Miteinander zwischen Fakultät und Klinikum in den nächsten Jahren auch in Forschungsflächen investiert werden wird. "Ohne überzeugende Forschungsleistung ist die universitäre Medizin zum Scheitern verurteilt", verdeutlichte der Dekan den Forschungsauftrag einer Universitätsklinik. Vor dem Hintergrund der neuen Excellenzinitiative forderte Professor Bartram von der Wissenschaftspolitik im Lande angemessene Entscheidungsspielräume und Führungsstrukturen. "Grabenkämpfe zwischen der universitären Medizin und der Landesregierung können wir uns auf keinen Fall erlauben", so der Dekan der Medizinischen Fakultät.

Neue Perspektiven für die Orthopädie im Klinikumksverbund

Prof. Dr. med. Volker Ewerbeck, Ärztlicher Direktor der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, betonte die Bedeutung des Zusammenschlusses für die Orthopädie in Schlierbach: "An die Stelle einer alleinstehenden Klinik ist ein gut organisierter, klug gesteuerter Verbund getreten, der der Orthopädie völlig neue Perspektiven bieten wird." Gegenüber den letzten Jahren hat sich durch die Integration die Lage der Orthopädie in Sachen Stabilität und Leistungsfähigkeit deutlich gebessert. Und das Universitätsklinikum konnte sein Angebotsspektrum mit einer leistungsstarken Klinik abrunden. "Schließlich", so Professor Ewerbeck, "wird das in der Orthopädie bewegte finanzielle Volumen bundesweit in keiner anderen vergleichbaren Orthopädie erreicht."

Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg
Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang
Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der größten und renommiertesten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international bedeutsamen biomedizinischen Forschungs-einrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung neuer Therapien und ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 7.000 Mitarbeiter und sind aktiv in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 40 Kliniken und Fachabteilungen mit 1.600 Betten werden jährlich rund 500.000 Patienten ambulant und stationär behandelt. Derzeit studieren ca. 3.100 angehen-de Ärzte in Heidelberg; das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland. (Stand 12/2008)

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Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg
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(idw, 01/2010)

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