„Grün macht gesund“ – Freiraumplanung und Gesundheit

Seit einigen Jahren rückt das Thema „Freiraumplanung und Gesundheit“ nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Schaffung innerstädtischer Lebensqualitäten und der alternden Gesellschaft (wieder) stärker in den Mittelpunkt von Stadtentwicklung. Zunehmend werden Grünflächen aufgesucht, um sich gesund und fit zu halten. Bewegung, Stressabbau, Erholung sind zentrale Motive für die Nutzung von Park- und Grünanlagen. Sportliche Aktivitäten werden von den normierten Sportflächen in Parks und in die freie Landschaft verlegt. Möglichkeiten der Bewegung und Entspannung werden zunehmend wohnungsnah und im unmittelbaren Wohnumfeld gesucht, um gesundheitsfördernde Aktivitäten leichter in den Alltag integrieren zu können. Gleichzeitig haben Grün- und Freiflächen in der Stadt mit Blick auf gesundheitsbelastende Umweltbedingungen (klimatische Belastungen, Luftverschmutzung, Lärm u.a.) wichtige kompensatorische Funktionen. Generell lässt sich sagen: Urbane Park- und Grünanlagen verbessern die Lebensqualität und damit das Wohlbefinden der Stadtbewohnerinnen und -bewohner.

Im Seminar sollen anhand konkreter Beispiele aus der kommunalen Praxis Strategien, Verfahren und Instrumente der Freiraumplanung und -entwicklung zur Förderung und zum Schutz der Gesundheit vorgestellt, reflektiert und diskutiert werden.

Im Detail sollen insbesondere folgende Fragen im Mittelpunkt stehen:

– Welche positiven gesundheitlichen Wirkungen können von Grün- und Freiflächen ausgehen?

– Welche neuen Nutzungsanforderungen bestehen an Freiräume in der Stadt im Kontext von Gesundheit?

– Welche neuen Anforderungen stellt die alternde Stadtgesellschaft an Funktionalität, Gestaltung und Ausstattung von Grün- und Freiflächen?

– Inwieweit werden bestehende Grün- und Freiflächen den sich verändernden Nutzungsanforderungen gerecht? Welche Anpassungsbedarfe bestehen?

– Welche Ansätze gibt es in der kommunalen Freiraumplanung, um die gesundheitsfördernden Effekte von Grün- und Freiflächen zu nutzen?

– Welche Akteure müssen einbezogen werden, um Grün- und Freiflächen gesundheitsfördernd zu gestalten?

– Wie können Verfügbarkeit und Zugang zur Gesundheitsressource „Grün- und Freiflächen“ sozialräumlich gerecht gestaltet werden?

– Welche Schnittstellen in Bezug auf gesundheitsfördernde Freiraumnutzung bestehen zwischen Freizeit/Erholung, Spiel/Sport, Mobilität, Naturschutz und Urban Gardening?

Leitung:
Dipl-Ing. Christa Böhme, Dipl.-Ing. agr. Thomas Preuß, Deutsches Institut für Urbanistik

Programm mit Detailinfos/Konditionen:
http://difu.de/veranstaltungen/2013-09-09/gruen-macht-gesund-freiraumplanung-und-gesundheit.html

Teilnehmerkreis:
Führungs- und Fachpersonal aus Grünflächen- und Landschaftsplanungsämtern, Stadtentwicklungs- und Stadtplanungsämtern, Umweltämtern, Gesundheitsämtern, Naturschutzbehörden, Wohnungswirtschaft sowie Ratsmitglieder

Veranstalter:
Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH (Difu)

Veranstaltungsort:
Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH
Zimmerstraße 13-15
10969 Berlin

Ansprechpartnerin/Anmeldung:
Ina Kaube
Telefon: 030/39001-259
Fax: 030/39001-268
E-Mail: kaube@difu.de

Kurzinfo: Deutsches Institut für Urbanistik
Das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) ist als größtes Stadtforschungsinstitut im deutschsprachigen Raum die Forschungs-, Fortbildungs- und Informationseinrichtung für Städte, Kommunalverbände und Planungsgemeinschaften. Ob Stadt- und Regionalentwicklung, kommunale Wirtschaft, Städtebau, soziale Themen, Umwelt, Verkehr, Kultur, Recht, Verwaltungsthemen oder Kommunalfinanzen: Das 1973 gegründete unabhängige Berliner Institut – mit einem weiteren Standort in Köln (Bereich Umwelt) – bearbeitet ein umfangreiches Themenspektrum und beschäftigt sich auf wissenschaftlicher Ebene praxisnah mit allen Aufgaben, die Kommunen heute und in Zukunft zu bewältigen haben. Der Verein für Kommunalwissenschaften e.V. ist alleiniger Gesellschafter des in der Form einer gemeinnützigen GmbH geführten Forschungsinstituts.

Der Text ist selbstverständlich frei zum Abdruck – über ein Belegexemplar bzw. einen Beleglink würden wir uns sehr freuen!

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