Großspende für Sarkom-Forschung im Bergmannsheil

Über eine private Großspende von 100.000 Euro freut sich die Universitätsklinik für Plastische Chirurgie und Schwerbrandverletzte, Handchirurgiezentrum, am Bergmannsheil (Direktor: Prof. Dr. Marcus Lehnhardt). Ein 82-jähriger Patient aus München hat die Spende veranlasst, nachdem er in der Bochumer Klinik erfolgreich behandelt worden war. Grund war ein bösartiger, ca. 7 Zentimeter großer Tumor am linken Unterarm, ein sogenanntes Sarkom: Diese Krebserkrankung ist äußert selten. Betroffenen Patienten wird in einem solchen Fall häufig zur Amputation geraten. In der Klinik für Plastische Chirurgie des Bergmannsheil, die seit vielen Jahren auf gliedmaßenerhaltende Sarkom-Operationen spezialisiert ist, konnte der Patient erfolgreich und ohne Amputation des Unterarms therapiert werden. Das Geld wird nun vollumfänglich für ein Forschungsprojekt zur Verbesserung der Wirkung von Chemotherapien eingesetzt.

International anerkanntes Referenzzentrum

„Die Behandlung und Erforschung von Sarkomen bilden seit vielen Jahren zentrale Arbeitsschwerpunkte unserer Klinik“, erläutert Prof. Lehnhardt. „Wir sind sehr dankbar für diese großzügige Spende, denn sie leistet einen wichtigen Beitrag, unsere Forschung auf diesem Gebiet fortzuführen und zu intensivieren.“ Sarkome sind bösartige Tumorerkrankungen, die an jeder Stelle des Weichgewebes auftreten können, zum Beispiel an Armen und Beinen, am Rumpf oder auch im Körperinneren. Mit etwa 2.000 bis 3.000 Neuerkrankungen pro Jahr zählen sie zu den seltenen Tumorerkrankungen. Die chirurgische Entfernung des Sarkoms, begleitet von einer multimodalen Therapie, stellt derzeit die einzige Behandlungsmöglichkeit dar, die eine gute Heilungschance verspricht. Vor allem bei der Entfernung von Sarkomen an den Gliedmaßen bilden plastisch-rekonstruktive Verfahren eine erprobte Behandlungsoption. Zielsetzung ist hier, Struktur und Funktionalität der betroffenen Gliedmaßen weitestgehend zu erhalten. Die Universitätsklinik für Plastische Chirurgie und Schwerbrandverletzte des Bergmannsheil ist mit weit über 3.500 operierten Patienten ein international anerkanntes Referenzzentrum zur Behandlung von Gliedmaßensarkomen.

Über das Bergmannsheil

Das Berufsgenossenschaftliche Universitätsklinikum Bergmannsheil zählt zu den größten Akutkliniken der Maximalversorgung im Ruhrgebiet. 1890 als erste Unfallklinik der Welt zur Versorgung verunglückter Bergleute begründet, vereint das Bergmannsheil heute 23 hochspezialisierte Kliniken und Fachabteilungen mit insgesamt 707 Betten unter einem Dach. Mehr als 2.300 Mitarbeiter stellen die qualifizierte Versorgung von rund 89.000 Patienten pro Jahr sicher.

Das Berufsgenossenschaftliche Universitätsklinikum Bergmannsheil gehört zur Unternehmensgruppe der BG Kliniken. In ihr sind neun berufsgenossenschaftliche Akutkliniken, zwei Kliniken für Berufskrankheiten und zwei Unfallbehandlungsstellen verbunden. Mit 12.500 Mitarbeitern und jährlich über 550.000 Patienten ist die Gruppe einer der größten Klinikverbünde Deutschlands. Darüber hinaus ist das Bergmannsheil Teil des Universitätsklinikums der Ruhr-Universität Bochum (UK RUB). Weitere Informationen: www.bergmannsheil.de, www.bg-kliniken.de

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Marcus Lehnhardt
Berufsgenossenschaftliches Universitätsklinikum Bergmannsheil gGmbH
Universitätsklinik für Plastische Chirurgie und Schwerbrandverletzte, Handchirurgiezentrum
Operatives Referenzzentrum für Gliedmaßentumoren
Bürkle-de-la-Camp-Platz 1
44789 Bochum
Tel.: 0234 / 302-6851
E-Mail: marcus.lehnhardt@bergmannsheil.de

Pressekontakt:

Robin Jopp
Leitung Stabsstelle Unternehmenskommunikation
Berufsgenossenschaftliches Universitätsklinikum Bergmannsheil gGmbH
Bürkle-de-la-Camp-Platz 1
44789 Bochum
Tel.: 0234 / 302-6125
E-Mail: robin.jopp@bergmannsheil.de

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