Große Ehre für Ulmer Arzt und Wissenschaftler | Prof. Wolfgang Janni wird Mitglied der Leopoldina

In die 1652 gegründete Leopoldina, die zu den ältesten Wissenschaftsakademien der Welt gehört, wird aufgenommen, wer sich durch bedeutende wissenschaftliche Leistungen auszeichnet. Potenzielle Mitglieder werden entweder über die verschiedenen Sektionen der Akademie oder über einen Findungsausschuss nominiert und können sich nicht selbst bewerben. Professor Jannis wissenschaftliche Expertise liegt vor allem in der gynäkologischen Onkologie und auf dem Gebiet der Senologie, also der Diagnose und Therapie von Brusterkrankungen, wie zum Beispiel Brustkrebs. Hier weist er unter anderem die im Blut zirkulierenden Krebszellen nach und charakterisiert diese. Durch die genaue Bestimmung können betroffene Patientinnen noch individueller behandelt werden, was dem Gynäkologen ein besonderes Anliegen ist. Der transnationale Charakter seiner Forschung erlaubt es Professor Janni, Erkenntnisse der Grundlagenforschung direkt in konkrete Behandlungen und Therapien für seine Patientinnen zu übersetzen. „Die Aufnahme in die Nationale Akademie der Wissenschaften ist eine große Ehre und Anerkennung für mich, über die ich mich sehr freue“, betont Professor Janni. „Diesen Erfolg verdanke ich nicht zuletzt der Unterstützung meiner Kolleginnen und Kollegen, bei denen ich mich ganz herzlich bedanken möchte. Als neues Mitglied der Leopoldina freue ich mich besonders auf den regen Austausch und die Zusammenarbeit mit exzellenten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus der ganzen Welt.“

Der gebürtige Augsburger studierte an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München Medizin und absolvierte sein praktisches Jahr unter anderem am Yale University Medical Center in den USA. Später war Professor Janni als leitender Oberarzt und stellvertretender Klinikdirektor an der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe der LMU tätig und leitete von 2008 bis 2012 die Universitätsfrauenklinik in Düsseldorf. 2012 folgte er dem Ruf aus der schwäbischen Heimat nach Ulm und übernahm die Leitung der Ulmer Universitätsfrauenklinik, wo er mit seinem translationalen Forschungsansatz weiter an neuen Therapiekonzepten arbeitet. Den Ruf auf den Lehrstuhl seiner Münchner Alma Mater 2015 lehnte er zugunsten Ulms ab. Die personalisierte Behandlung von Krebspatientinnen und die Umsetzung modernster Therapien in den zertifizierten Organzentren der Frauenklinik im Umfeld des Comprehensive Cancer Centers Ulm liegen ihm besonders am Herzen. „Ich gratuliere Professor Janni ganz herzlich zu seiner Aufnahme in die Nationale Akademie der Wissenschaften“, sagt der Leitende Ärztliche Direktor des Universitätsklinikums Ulm, Professor Udo X. Kaisers. „Als renommierter Arzt und Forscher hat er den ausgezeichneten Ruf der Universitätsfrauenklinik in Ulm in den letzten Jahren weiter ausgebaut. Von seiner Expertise und seinen Behandlungsstrategien profitieren nicht nur unsere Patientinnen, sondern auch die gesamte Ulmer Universitätsmedizin.“

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina
Die Leopoldina wurde 1652 gegründet und versammelt mit etwa 1500 Mitgliedern hervorragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus rund 30 Ländern. Sie ist der freien Wissenschaft zum Wohle der Menschen und der Gestaltung der Zukunft verpflichtet. Als Nationale Akademie Deutschlands vertritt die Leopoldina die deutsche Wissenschaft in internationalen Gremien und nimmt zu Wissenschaftlichen Grundlagen politischer und gesellschaftlicher Fragen unabhängig Stellung. Hierzu erarbeitet sie unabhängige Expertisen von nationaler und internationaler Bedeutung. Die Leopoldina fördert die wissenschaftliche und öffentliche Diskussion, sie unterstützt wissenschaftlichen Nachwuchs, verleiht Auszeichnungen, führt Forschungsprojekte durch und setzt sich für die Wahrung der Menschenrechte verfolgter Wissenschaftler ein.
Weitere Informationen zur Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina finden Sie unter www.leopoldina.org.
(Quelle: Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina)

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