Größter deutschsprachiger Kongress der Nierenheilkunde beginnt in Berlin

In Deutschland leben ca. 9 Millionen Menschen mit einer chronischen Nierenerkrankung, Tendenz steigend. Die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) ist der größte deutschsprachige Kongress dieses innovativen und facettenreichen Fachgebietes. Die DGfN repräsentiert seit nunmehr 10 Jahren als Dachverband* für die gesamte Nephrologie gleichermaßen Niedergelassene, universitäre und nicht-universitäre Kliniker sowie Grundlagenforscher. „Sie hat sich in dieser Zeit sehr positiv entwickelt und ist zu einer schlagkräftigen Dachgesellschaft gereift“, so das persönliche Resümee von Prof. J. Galle.

Das Kongress-Programm 2018, das auch angrenzende Fachgebiete wie Hypertensiologie, Diabetologie und Transplantationsmedizin einbezieht, bietet gleichermaßen aktuellste Informationen aus der für die Nierenheilkunde relevanten Grundlagenforschung wie auch praxisnahe Fortbildung in verschiedenen Formaten. Wissenschaftliche Schwerpunktthemen des Kongresses sind die Niere als Teil von Systemerkrankungen, Transplantation, Heimdialyseverfahren, Antikoagulation, pädiatrische Nephrologie und bildgebende Verfahren. Neben Plenarveranstaltungen und zahlreichen wissenschaftlichen Sitzungen, begleitet von einem Programm der Akademie Niere, können die Teilnehmer hands on-Workshops mit einer ganzen Palette verschiedener Themen, u. a. Mikroskopie, Sonographie, Peritonealdialyse, Katheter, Epidemiologie, auswählen.

Um die enge Verzahnung von Grundlagenwissenschaft und klinischer Tätigkeit in der Nephrologie abzubilden, wurde ein durchgängiger „Basic Science Pfad“ in das gesamte Kongressprogramm integriert. Aktuelle Verbundforschungsprojekte in der deutschen Nephrologie präsentieren ihre Programme und Ergebnisse.

Dialyseversorgung und Organmangel sind nur einige der Herausforderungen, vor denen die Nephrologie aktuell und in Zukunft steht. „Nur durch eine koordinierte und strategische Zusammenarbeit der ambulant und stationär tätigen Nephrolog*innen sind diese zu meistern“, betonen Prof. Galle und Prof. Zeier. Der Kongress bietet mit speziellen Sitzungen zu berufspolitischen Themen ein breites Forum, um aus der Praxis heraus praktikable Lösungsansätze zur Aufrechterhaltung und Verbesserung der Versorgung zu diskutieren.

Damit der Kongress und das Programm für Nachwuchswissenschaftler*innen noch größere Attraktivität gewinnen, sind diese in alle Veranstaltungen integriert, und es finden verschiedene Sitzungen statt, die sich mit Problemen und Wünschen junger Nephrolog*innen beschäftigen.

Der Festvortrag im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung verspricht mit dem Thema „Exoplaneten und die seriöse Suche nach (einfachem) Leben außerhalb des Sonnensystems“ ein spannendes Highlight des Kongresses zu werden. Zu Gast ist Prof. Dr. Wolfgang J. Duschl, Direktor des Instituts für Theoretische Physik und Astrophysik Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, dem der Ruf vorauseilt, Wissenschaft auf besondere Weise populär und sehr unterhaltsam zu präsentieren. „Außerdem“, so die Kongresspräsidenten, „freuen wir uns, Prof. M. Chalfie aus New York/USA mit seinem Vortrag “Green fluorescent protein (GFP): Lighting Up Life“ für unser Programm gewonnen zu haben, der für die Entdeckung und Entwicklung des GFP-Proteins 2008 den Nobelpreis für Chemie verliehen bekommen hat.“

*2008 wurde aus der Gesellschaft für Nephrologie (GfN) und der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für klinische Nephrologie (DAGKN) der Dachverband „Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) für die gesamte Nephrologie gegründet.

Pressekontakt
Pressestelle der DGfN
Dr. Bettina Albers
presse@dgfn.eu
Tel. 03643/ 776423 / Mobil 0174/ 2165629

Hinweis
Pressekonferenz: Freitag, den 28. September 2018 von 12:15 bis 13:00 Uhr; ESTREL Congress Center Berlin (Salon Cannes).
Die Themen:

Zielgerichtete Vorbehandlung vor Transplantation statt Immunsuppression nach „Gießkannenprinzip“, Prof. Dr. Martin Zeier, Heidelberg, Kongresspräsident der 10. Jahrestagung der DGfN

Neue Erkenntnisse zur Prävalenz der chronischen Nierenkrankheit – und deren Bedeutung für die Früherkennung, Prof. Dr. Andreas Kribben, Essen, Präsident der DGfN

Viel trinken, Sport, vegetarische Ernährung – was hilft wirklich, um das Fortschreiten der chronischen Nierenkrankheit aufzuhalten? Prof. Dr. Jan Galle, Lüdenscheid, Kongresspräsident der 10 Jahrestagung der DGfN und Pressesprecher der DGfN

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