Größte nationale Tagung für Nuklearmedizin in Hannover

Ein Schwerpunkt des Kongresses liegt in der Diagnostik der Alzheimer Demenz, einer Erkrankung die bisher schwer behandelbar ist, von der aber immer mehr Menschen betroffen sind und die zudem ein erhebliches sozioökonomisches Problem darstellt. Vor einigen Monaten ist in den USA nun ein Radiopharmakon zur Krankenversorgung zugelassen worden, mit dessen Hilfe jetzt schon in einem relativ frühen Stadium der Krankheit eine Alzheimer Demenz nachgewiesen werden kann. Dem Patienten werden hierfür mit diesem Radiopharmakon winzige Mengen eines radioaktiv markierten Stoffes verabreicht, dessen unterschiedliche Verteilung in den Körperzellen durch ein nuklearmedizinisches bildgebendes Diagnoseverfahren – der Positronen-Emissions-Tomographie – sichtbar gemacht wird und das Rückschlüsse auf das Bestehen einer Alzheimer Demenz ermöglicht. Durch diese nun verbesserte und frühzeitige Diagnostik der Erkrankung bestehen große Hoffnungen, bald auch neue Therapieansätze für eine frühzeitige Behandlung der Alzheimer Demenz zu finden.

Der breiten Öffentlichkeit soll auf der Jahrestagung der DGN zudem der immense Nutzen der Nuklearmedizin in der Kardiologie nahegebracht werden. Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems sind immer noch die häufigsten Todesursachen in der westlichen Welt. Die in diesem Bereich großen Erfolge der Medizin in den letzten Jahrzehnten sind auf eine rasante Entwicklung der diagnostischen Verfahren und therapeutischen Ansätze zurückzuführen. Hier spielen nuklearmedizinische Untersuchungs- und Behandlungsverfahren eine entscheidende Rolle. Weiterentwicklungen in der nuklearmedizinischen bildgebenden Diagnostik ermöglichen eine immer besser personalisierte und kosteneffizientere Auswahl der Therapien. So konnte beispielsweise die Qualität und Effizienz der Myokardszintigraphie verbessert werden – einem nuklearmedizinischen Verfahren zum Nachweis oder zum Ausschluss von Durchblutungsstörungen des Herzmuskels.

Ein weiterer Schwerpunkt der NuklearMedizin 2014 liegt auf der nuklearmedizinischen Behandlung von Schilddrüsenerkrankungen. Bei ihnen spielt in Zentraleuropa der Jodmangel eine wichtige Rolle. Besonders in der jüngsten Vergangenheit ist wieder eine Zunahme des Jodmangels zu verzeichnen. Aus diesem Grunde sind gutartige und bösartige Schilddrüsenerkrankungen von der Diagnose bis zur Therapie ein Hauptthema auf der Jahrestagung der DGN. Der NuklearMedizin 2014 wird am 26. März 2014 zudem ein Vorkongress-Symposium zum Thema „Innovation Schilddrüse“ vorangehen. Hier werden neue Erkenntnisse aus dem Bereich der Grundlagenforschung bis hin zu klinischen Forschung vorgestellt, die unmittelbaren Einfluss auf die Behandlung von Patienten mit Schilddrüsenerkrankungen haben.

Die Jahrestagung NuklearMedizin 2014 ist ein Forum für den Austausch neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse und für die Präsentation aktueller Forschungsergebnisse. Die Industrieausstellung, auf der nationale und internationale Hersteller den aktuellen Stand ihrer Entwicklungen präsentieren, ist dabei zentraler Bestandteil der Tagung. Dabei soll an der Schnittstelle zwischen institutioneller Forschung und den Entwicklungsabteilungen der Unternehmen der Anstoß für neue Forschungs- und Entwicklungsideen gegeben werden.

Sämtliche Informationen zur NuklearMedizin 2014 stehen auf der Kongresshomepage zur Verfügung. Dort ist auch die Presseakkreditierung zum Kongress möglich.
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Kontakt:
Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin e.V.
Pressereferat, Stefanie Neu
Nikolaistraße 29, D-37073 Göttingen
Tel. 0551 / 48857-402, info@nuklearmedizin.de

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