Grenzüberschreitende Therapie

Auf einem neurowissenschaftlichen Symposium haben im März Experten aus Grundlagen- und klinischer Forschung der Philipps-Universität und der Hebrew University in Jerusalem ihre gemeinsamen Forschungsinteressen ausgelotet. Ziel der Marburger Mediziner und Pharmakologen unter Leitung von Medizin-Dekan Prof. Dr. Matthias Rothmund war es, gemeinsame Forschungsfelder mit den israelischen Forschern zu identifizieren und die Expertise aus beiden Universitäten in wissenschaftlichen Projekten zusammenzuführen.

Schnittmengen ergaben sich vor allem im Bereich der Signalübertragung zwischen Nervenzellen sowie der Funktion von Sinnesorganen wie dem Innenohr. Außerdem sorgten klinisch-neurowissenschaftliche Konzepte für regen Wissensaustausch, darunter Untersuchungen zu den Ursachen neurodegenerativer Erkrankungen und zu neuen Therapienansätzen für die Parkinson- und Alzheimer-Erkrankung. Ein weiterer Schwerpunkt waren die molekularen Grundlagen der Schmerzentstehung und -verarbeitung und neue Möglichkeiten der Schmerztherapie.

Das mittelfristige Ziel ist die feste Etablierung von gemeinsamen drittmittelgeförderten Projekten, in denen jeweils ein Marburger und ein Jerusalemer Forscher ihre wissenschaftlichen Interessen bündeln und komplementäre Methoden-Kompetenzen einbringen. Das Kooperationskonzept bindet auch den wissenschaftlichen Nachwuchs sowie an wissenschaftlichem Arbeiten interessierte Studierende mit ein.

Mit der Hebrew University verbindet den Fachbereich Medizin der Philipps-Universität bereits seit dem vergangenen Jahr eine wissenschaftliche Kooperation, zunächst auf den Feldern der Tumorbiologie und Immunologie. Das bisherige Memorandum of Understanding wird in naher Zukunft durch einen weitergehenden Kooperationsvertrag ergänzt werden.

Weitere Informationen:
Ansprechpartner: Professor Dr. Dominik Oliver,
Institut für Physiologie und Pathophysiologie
Tel.: 06421 2866444
E-Mail: oliverd@staff.uni-marburg.de

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