Glühweinduft liegt in der Luft

(djd). Glühwein, gebrannte Mandeln und Lebkuchen: Alle Jahre wieder, wenn der Advent beginnt und sich die Weihnachtszeit ankündigt, gehört ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt mit seiner Mischung aus Budenzauber, Wohlgerüchen und Lichtermeer einfach dazu. Wir stellen einige besonders schöne Weihnachtsmärkte in Deutschland vor – und machen zudem drei Abstecher ins benachbarte Ausland.

Bernkastel-Kues: Weihnachtliches für Romantiker

Jahrhundertealte Fachwerkjuwelen, romantische Winkel und Gassen, schmucke Geschäfte und gemütliche Cafés: Die mittelalterliche Stadt Bernkastel-Kues an der Mosel hat vor allem in der Vorweihnachtszeit ein ganz besonderes Flair (Infos: http://www.bernkastel.de). Die vielen festlich dekorierten Stände in der historischen Altstadt zu Füßen der über 600 Jahre alten Michaeliskirche bietet alles, was zum Advent und zum Weihnachtsfest dazugehört: Kinderspielzeug, glitzernden Christbaumschmuck, liebevolle Handwerkskunst, leckere Bratäpfel, duftende Lebkuchen und herzhafte Bratwürstchen. Inspirationen für Weihnachtsgeschenke finden sich hier in Hülle und Fülle. Wem es beim Schlendern über den stimmungsvollen Weihnachtsmarkt zu kalt wird, der kann sich mit heißem Glühwein aufwärmen.

Erzgebirge: Weihnachtsmarkt in mächtigen Burgmauern

Ein Weihnachtsmarkt inmitten mächtiger Burgmauern, weihnachtliche Melodien in der Schlosskapelle: Schlösser- und Burgenbesichtigungen können in der kalten Jahreszeit ihren besonderen Reiz haben. Vor allem, wenn Besuchern dabei ein so abwechslungsreiches Programm geboten wird wie bei den „Sehenswerten Drei“ im sächsischen Erzgebirge: Schloss Augustusburg, Schloss und Park Lichtenwalde sowie Burg Scharfenstein. Sie gehören zu den bekanntesten Denkmälern Sachsens und jedes von ihnen hat seinen ganz eigenen Charme (Infos: http://www.die-sehenswerten-drei.de). Glänzende Kinderaugen sind beispielsweise bei einem Ausflug auf Burg Scharfenstein unweit von Zschopau garantiert, vor allem beim Besuch des Spielzeug- und Weihnachtsmuseum. Kunstvolle Weihnachtspyramiden, Räuchermännchen, Engel oder historische Nussknacker: Mehr als 1.000 Exponate erzgebirgischer Volkskunst können hier bestaunt werden. Der traditionelle Weihnachtsmarkt mit buntem Markttreiben findet unter anderem mit einer Weihnachts-Wichtel-Werkstatt und einem Märchenspektakel im Burghof statt.

Hannover: der Weihnachtsmarkt als Erlebniswelt

Aus dem idyllischen Erzgebirge geht es in die niedersächsische Landeshauptstadt. Mitten in der festlich beleuchteten Altstadt Hannover wächst ein Wald aus 50 hohen Tannen empor. Ihr harziger Duft erfüllt die Fachwerkgassen rundherum und unter ihren grünen Zweigen laden urige Forsthütten zu Kakao oder Glühwein ein. Gleich um die Ecke lockt das „Finnische Weihnachtsdorf“ mit einem echten Lappenzelt und finnischen Spezialitäten: Lachs wird am offenen Feuer gegrillt und Glögg wärmt die Gäste von innen auf. Am Ufer der Leine breitet sich mittelalterliches Stadtleben aus. Hier zeigen Kunsthandwerker ihre Arbeit und laden in einer „Handwerkergasse“ auch zum Filzen oder Schmieden ein. Für Kinder reicht das Angebot vom Puppenspieler übers Riesenrad bis zur Weihnachtsbäckerei (Infos: http://www.visit-hannover.de).

Bochum: der fliegende Weihnachtsmann

Dass der Weihnachtsmann mit seinem Schlitten von Rentieren durch die Lüfte gezogen wird, haben viele Kinder schon gehört. Auf dem Bochumer Weihnachtsmarkt können sie den „Fliegenden Weihnachtsmann“ sogar sehen: Zweimal pro Tag schwebt er auf einer 125 Meter langen Strecke über den Dr.-Ruer-Platz und erzählt unterwegs eine Weihnachtsgeschichte. An den Wochenenden wird er zusätzlich an einem Seil über 84 Meter Luftlinie vom Dach des Sparkassengebäudes heruntergleiten (Infos: http://www.bochumer-weihnacht.de). Neben Nervenkitzel und Artistik gehören vor allem 200 liebevoll geschmückte Stände zum Bochumer Weihnachtsmarkt – ebenso wie ein mittelalterlicher Markt rund um die Pauluskirche. Dort können sich die Erwachsenen im Armbrust- oder Bogenschießen erproben, während Fackeln den kleinen Besuchern den Weg zu Hexenhaus und Märchenzelt leuchten. Auf dem Boulevard des Markts werden in weihnachtlich geschmückten Holzhäusern verschiedene Geschichten der Gebrüder Grimm dargestellt, von Aschenputtel bis zu Hänsel und Gretel.

Darmstadt: wohlriechend und international

Alle Jahre wieder leuchtet der „Lange Ludwig“. Fast 30.000 LED-Lämpchen illuminieren das Wahrzeichen der hessischen Wissenschaftsstadt und Jugendstilmetropole Darmstadt. Der traditionelle Darmstädter Weihnachtsmarkt erfüllt die Innenstadt mit Augenschmaus, Wohlgerüchen und internationalem Flair. Die Ursprünge des Weihnachtsmarktes reichen zurück bis ins 14. Jahrhundert. Exotische Düfte mischen sich mittlerweile unter die Glühwein- und Lebkuchenstände. Denn zur Tradition geworden ist inzwischen auch die Beteiligung der 15 Darmstädter Partnerstädte, darunter das lettische Liepaja oder Saanen in der Schweiz (Infos: http://www.weihnachten-in-darmstadt.de).

Nicht nur international, sondern sogar grenzüberschreitend wird es beim Besuch der Weihnachtsmärkte in den vier sogenannten QuattroPole-Städten Luxemburg, Saarbrücken, Metz und Trier. Da die Städte nur jeweils eine Autostunde voneinander entfernt liegen, kann man den Charme von Weihnachtsmärkten der drei Nachbarländer Luxemburg, Frankreich und Deutschland erleben.

Saarbrücken: kulinarische Leckerbissen

Der St. Johanner Markt und die größte Einkaufsmeile des Saarlandes, die Bahnhofstraße, bieten die perfekte Kulisse für den Saarbrücker Christkindl-Markt. An 80 Verkaufsständen dürfen sich Besucher auf weihnachtliches Flair, glitzernde Geschenkideen und kulinarische Leckerbissen freuen. Soll es zuerst ins verlockende Lebkuchenhaus gehen oder lieber in die Glockenstube, um dem Advents-Glockenspiel zu lauschen? Auch ein buntes Rahmenprogramm mit weihnachtlichen Live-Konzerten, Kinder-Puppentheater oder Wichtelwerkstatt gehört zum stimmungsvollen Weihnachtsmarkt. Ein besonderes Highlight sind die täglichen Vorstellungen mit dem fliegenden Weihnachtsmann. Begleitet vom Christkind in der Wolke schwebt er in luftiger Höhe mit seinem Rentierschlitten über den Christkindl-Markt und erzählt Jung und Alt die Geschichte von Rudolf, seinem Rentier mit der roten Nase.

Trier: lebendige Romantik

Trier, die älteste Stadt Deutschlands, mit ihren berühmten Baudenkmälern wie der Porta Nigra, bietet eine prachtvolle Kulisse für den traditionsreichen Weihnachtsmarkt. Er findet auf dem mittelalterlichen Hauptmarkt und vor der imposanten Kulisse des Trierer Doms statt. Besucher erwarten dort Holzspielzeug, bunte Kerzen, handgemachte Keramik, edler Schmuck, leckere Kräuterbonbons und vieles mehr. Das bunte Angebot in den 95 festlich dekorierten Holzhäuschen ist so vielfältig, dass für jeden das Passende dabei sein dürfte. Über allem dreht sich majestätisch eine riesige erzgebirgische Weihnachtspyramide, in der sich die Besucher bei eisigen Temperaturen mit rotem oder weißem Glühwein aufwärmen können.

Luxemburg: großherzoglicher Winterzauber

Gleich drei über die Stadt verteilte Weihnachtsmärkte verwandeln das Großherzogtum Luxemburg in eine romantische Winterwelt. Zu den Attraktionen zählt das Riesenrad, das Gästen einen herrlichen Blick über die ehemalige Festungsstadt und das Pétrusse-Tal gewährt. Am „Place de la Constitution“ entführt ein „Schweizer Dörfli“ die Besucher in die helvetische Genusswelt. Lange Lichterketten an den mächtigen Platanen in der „Avenue de la Liberté“ weisen den Weg zum Pariser Platz, wo ein weiterer Weihnachtsmarkt mit Leckereien und weihnachtlichen Geschenkartikeln auf die Besucher wartet.

Metz: strahlender Lichterglanz

Budenzauber und Lichterglanz empfangen Besucher auch im französischen Metz. Über der lothringischen Hauptstadt, rund 100 Kilometer von Trier entfernt, liegt während der Adventszeit eine festliche und gemütliche Stimmung. Die Läden im Stadtzentrum sind aufwändig dekoriert und die vielen Lichter illuminieren stimmungsvoll die historischen Plätze, an denen die verschiedenen Weihnachtsmärkte stattfinden. Mehr als einhundert weihnachtlich geschmückte Hütten laden – zum Beispiel auf dem Place Saint Louis oder dem Place Saint Jacques – zum gemütlichen Bummel, zu kleinen oder größeren Weihnachtseinkäufen und zum Kosten der Spezialitäten ein. Auch in Metz ist ein 60 Meter hohes Riesenrad ebenso eine Attraktion wie das Schlittschuhlaufen auf der 800 Quadratmeter großen Eisbahn.

Basel: Gaumenfreuden und Kulturvergnügen

Der größte Weihnachtsmarkt unseres Nachbarlandes Schweiz findet gleich unweit der Grenze in Basel statt und erstreckt sich über den Barfüsserplatz sowie den schönen Münsterplatz. Bereits der prachtvoll geschmückte Weihnachtsbaum auf dem Münsterplatz ist eine Augenweide. Mit Basler Läckerli, Glühwein, Grillwürsten und anderen Leckereien kommen auch die Gaumenfreuden nicht zu kurz (Infos: http://www.baslerweihnacht.ch). Wer das Besondere liebt, sollte dem Christbaumschmuck-Spezialgeschäft von Johann Wanner einen Besuch abstatten. Wanner gilt weltweit als Trendsetter für Christbaumdesign. Konzerte, Sonderausstellungen in den Museen und andere Veranstaltungen sorgen für noch mehr weihnachtliche Stimmung in der Kulturstadt. Im Spielzeug Welten Museum Basel beispielsweise steht bis zum 9. Februar 2014 traditionelles Adventsgebäck aus aller Welt im Mittelpunkt.

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