Glücksspielsucht in den Fokus rücken

Spielhallen schießen in Bayern überall aus dem Boden – auch in Mittel- und Oberfranken. Das hat nicht nur negative Auswirkungen auf das Stadtbild, sondern ruft auch zahlreiche soziale Probleme hervor. Die Statistiken der Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern zeigen, dass dreiviertel aller Glücksspielsüchtigen, die Hilfe in bayerischen Beratungsstellen suchen, abhängig vom Spiel an den Automaten sind.

Im Gespräch mit den Lokalpolitikern wollen die Beraterinnen und Berater auf diese Situation aufmerksam machen. Das ist besonders auch deshalb wichtig, weil seit Jahren ein Anstieg an Spielhallen und damit auch an Spielautomaten zu verzeichnen ist. Experten befürchten, dass die Zahl der Glücksspielsüchtigen ebenfalls steigen wird.

Da es in diesem Jahr nur einen Freitag, den 13. gibt, nutzen die mittel- und oberfränkischen Beratungsstellen dieses Datum gleichzeitig, um auch die breite Öffentlichkeit auf die Gefahren des Glücksspielens aufmerksam zu machen: Sie starten auf dem Erlanger Hugenottenplatz ab 14 Uhr die Aktion „Freitag, der 13. – Dein Glückstag“ mit wichtigen Fakten rund um die Glücksspielsucht und zu Beratungsangeboten. Um 19 Uhr spielt die Theatergruppe Thevo das Stück „Sean – der Spieler“ in der Reformierten Kirche Erlangen.

Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern
Die Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern wird von der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege getragen und koordiniert bayernweit Prävention, Forschung, Beratung und Hilfe rund um das Thema pathologisches Glücksspielen. Sie besteht seit Juni 2008 und wird vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit finanziert. Kooperationspartner sind die Bayerische Akademie für Sucht- und Gesundheitsfragen BAS (www.bas-muenchen.de) und das Münchner Institut für Therapieforschung IFT (www.ift.de).

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