Glücklich ohne Trauschein

(djd). Die Zahl der Eheschließungen geht von Jahr zu Jahr zurück, dagegen nehmen Partnerschaften ohne Trauschein immer weiter zu. Und das, obwohl der Gesetzgeber für wilde Ehen traditionell wenig übrig hat, Unterhaltsbestimmungen oder Ansprüche auf eine gesicherte Altersversorgung bestehen meist nur bei Verheirateten. „Auch die Möglichkeit einer Gütertrennung oder Gütergemeinschaft gibt es bei unverheiratet zusammenlebenden Paaren nicht“, betont Irene von Behr, Fachanwältin für Familienrecht aus Hamburg. Bei Bedarf könnten die Partner aber schriftlich festlegen, dass ihnen einzelne Gegenstände, etwa das Auto, als Miteigentümer gemeinsam gehören. Besonders knifflig wird es, wenn Unverheiratete eine Immobilie kaufen. Irene von Behr: „Falls beide Partner für die Finanzierung des Hauses unterschiedliche Beiträge leisten, sollte man sich wegen eines Vertrages, der Regelungen für den Fall des Scheiterns der Beziehung vorsieht, anwaltlich beraten lassen.“

Unverheiratete Paare müssen auch für den Fall, dass einer der Partner stirbt, eigene Vorsorgeregelungen treffen, betont Peter Krückl von den Ergo Direkt Versicherungen: „Dies ist besonders dann wichtig, wenn ein unverheiratetes Paar mit Kindern nach traditionellem Muster lebt: Der Mann verdient, die Frau arbeitet maximal Teilzeit und versorgt ansonsten zu Hause die Kinder.“ Eine Risikolebensversicherung sollte deshalb gerade für unverheiratete Paare mit Kindern ein Pflichtschutz sein, oftmals sei sie sogar der einzige Weg, den Hinterbliebenenschutz preiswert zu regeln. „Beim Abschluss sollte man auf eine ausreichende Versicherungssumme achten. Als Faustregel geht man von einem Versorgungsbedarf des Drei- bis Fünffachen des Jahresbruttoverdienstes aus“, so Krückl. Mehr Informationen gibt es unter http://www.ergodirekt.de im Internet.

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