Glück braucht Verantwortung

(djd). Langersehnte Träume realisieren, sich keine finanziellen Sorgen mehr machen zu müssen: Millionen Bundesbürger fiebern bei Lotteriespielen dem Hauptgewinn entgegen und verfolgen mit Spannung die meist wöchentliche Ziehung der Gewinnzahlen – ob bei Lotto 6aus49 oder auch beim Eurojackpot. Bei diesem Spiel sind es neben deutschen Verbrauchern zusätzlich Teilnehmer aus 13 weiteren europäischen Ländern, die mittippen und die Ziehung immer freitags verfolgen. Was für die meisten Glück und Spannung bedeutet, kann für andere gesundheitliche Folgen haben – im schlimmsten Fall bis zur Glücksspielsucht. „Responsible Gaming“, der verantwortungsvolle Umgang mit dem Spiel, und insbesondere der Jugendschutz sind daher Themen, mit denen sich die Lotteriegesellschaften intensiv beschäftigen.

Schulungen und Kontrollen

So geht beispielsweise ohne regelmäßige Schulungen der Inhaber und Mitarbeiter von Lottoannahmestellen nichts, berichtet Melanie Wigger, Referentin „Responsible Gaming“ und Suchtprävention bei WestLotto: „Allein in Nordrhein-Westfalen nehmen jährlich deutlich über 1.200 Personen an zentralen Schulungen zum Jugend- und Spielerschutz teil.“ Neben der Basisschulung gehe es insbesondere darum, über rechtliche oder organisatorische Neuheiten zu informieren sowie immer wieder dafür zu sensibilisieren, was zu einem verantwortungsvollen Spielen dazu gehöre.

Dies wird nicht nur geschult, sondern auch kontrolliert. Zwar dürfen Volljährige in Deutschland uneingeschränkt an legalen Glücksspielen teilnehmen, bei WestLotto beispielsweise aber gilt eine interne Zusatzregelung. „Bei Spielteilnehmern, die nicht eindeutig über 25 Jahre alt sind, sollte in den Annahmestellen der Ausweis kontrolliert werden“, erläutert Melanie Wigger. Auf diese Weise soll verhindert werden, dass ein 17-Jähriger, der bereits volljährig wirkt, womöglich doch mittippen könnte. Das Einhalten dieser Vorgabe wird regelmäßig kontrolliert – mindestens zweimal jährlich pro Annahmestelle. „Die bisher guten Ergebnisse zeigen, dass die Mitarbeiter dort ihre Verantwortung bewusst wahrnehmen“, so Melanie Wigger weiter.

Aktiver Jugendschutz

Der Jugendschutz spielt aus gutem Grund eine wichtige Rolle: Nach Zahlen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ist von 2009 bis 2011 der Anteil der 16- und 17-Jährigen, die an Glücksspielen teilnehmen, von knapp 15 auf fast 25 Prozent gestiegen. Insbesondere Angebote wie Spielautomaten und Pokerspiele tragen dazu bei. Nichts desto trotz nehmen die Lottogesellschaften ihre Verantwortung Jugendliche zu schützen und auch Erwachsene nicht über ihre Verhältnisse spielen zu lassen sehr ernst. Bereits seit 2009 setzt etwa WestLotto den internationalen Qualitätsstandard für verantwortungsvolles Spiel um.

So bleibt das Mitfiebern bei der nächsten Ziehung der Gewinnzahlen ein ungetrübtes Vergnügen. Auch wenn es nicht mit dem Hauptgewinn klappen sollte: Von den Lotteriespielen profitieren am Ende doch alle, denn was viele nicht wissen: Etwa 40 Prozent der Spielerträge kommen über die Haushalte der Bundesländer am Ende gemeinnützigen Organisationen zugute. So unterstützt die Suche nach dem Glück schließlich das soziale Leben vor Ort – vom Sport über Kunst und Kultur bis hin zum Natur- und Denkmalschutz.

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