Global Virus Network: Frühjahrsmeeting vom 30. Mai bis 1. Juni in München

Im Fokus des Münchner Zusammentreffens steht die medizinische Virologie, auf deren Gebiet bereits wichtige Forschungsziele identifiziert wurden, die nun konkret angegangen werden sollen. Das Netzwerk biete hierfür eine essentielle Grundlage, indem Virologen unterschiedlicher Spezifizierungen gemeinsame, verantwortungsvolle Forschungsaufträge erhalten, so Dr. Robert C. Gallo, Mitbegründer der GVN und bekannt für seinen Beitrag zur Entdeckung von HIV. Weitere Gründungsmitglieder des GVN sind Dr. Reinhard Kurth von der Ernst-Schering-Stiftung (Deutschland), Dr. William Hall vom University College Dublin (Irland) sowie die Präsidentin des GVN, Dr. Sharon Hrynkow.

Am Donnerstag wenden sich die Wissenschaftler der Frage zu, wie man einen langanhaltenden Impfschutz induzieren kann. Gemeinsame Bestrebung ist es, Impfungen wirksamer zu machen, wiederholte Impfungen zu vermeiden und einen weltweiten Impfschutz gegen Infektionserkrankungen zu erreichen. Am Freitagnachmittag finden in Kollaboration mit dem Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) wissenschaftliche Vorträge und Diskussionen statt, zu denen auch die Öffentlichkeit eingeladen ist. Sie widmen sich der Kontrolle bzw. Vermeidung chronischer Infektionen durch Viren wie HIV oder EBV, und der Erkennung und Erforschung neu auftretender Infektionen wie dem Severe Acute Respiratory Syndrome (SARS), viralen Enzephalitiden (Gehirnentzündungen) oder dem Dengue-Fieber. Samstags werden in Arbeitsgruppen neue Ideen und Strategien entwickelt, um die künftige Forschungsarbeit vermehrt zu bündeln sowie das klinische Management virusbedingter Infektionserkrankungen zu verbessern.

„Das GVN Meeting bietet eine wichtige Möglichkeit zum wissenschaftlichen Informationsaustausch und zur besseren Vernetzung der internationalen Virologie. Nur gemeinsam können wir die Herausforderungen der modernen Infektiologie annehmen und globale Ansätze zur Bekämpfung weit verbreiteter und neu auftretender Virus-Erkrankungen entwickeln“, sagt Professor Dr. Ulrike Protzer, Direktorin des diesjährigen Gastgebers, des Instituts für Virologie des Helmholtz Zentrums München und der Technischen Universität München.

Weitere Informationen

Die öffentlichen Vorträge am Freitag, den 31. Mai, finden ab 14 Uhr im Vortragssaal „Pavillon“ im Klinikum rechts der Isar statt (Eingang Einsteinstraße, 81675 München; U-Bahn-Haltestelle Max-Weber-Platz). Das Vortragsprogramm findet sich hier: ,
eine online Registrierung sollte vorab unter erfolgen.
Die anwesenden Experten stehen auch als Interviewpartner für Journalisten zur Verfügung.

Über das Global Virus Network: Das GVN ist eine gemeinnützige (501 (c)(3)) Organisation, die führende Virologen aus über 20 Ländern miteinander vereint. Mission des GVNs ist die Bekämpfung neu auftretender, viraler Pandemien durch internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit, eine exzellente Ausbildung des Nachwuchses in der klinischen Virologie und eine wissenschaftlich basierte Interessensvertretung.
Das komplette Programm des GVN-Meeting finden Sie hier:
Im Rahmen des Eröffnungs-Empfangs am Donnerstagabend wird Kathleen Kennedy Townsend, Vorsitzende des Board of Directors des GVN, den „Profiles in Courage Award“ 2013 der Kennedy Society of Denmark verliehen bekommen.

Das Helmholtz Zentrum München verfolgt als deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt das Ziel, personalisierte Medizin für die Diagnose, Therapie und Prävention weit verbreiteter Volkskrankheiten wie Diabetes mellitus und Lungenerkrankungen zu entwickeln. Dafür untersucht es das Zusammenwirken von Genetik, Umweltfaktoren und Lebensstil. Der Hauptsitz des Zentrums liegt in Neuherberg im Norden Münchens. Das Helmholtz Zentrum München beschäftigt rund 2.100 Mitarbeiter und ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, der 18 naturwissenschaftlich-technische und medizinisch-biologische Forschungszentren mit rund 34.000 Beschäftigten angehören.

Das Institut für Virologie (VIRO) untersucht Viren, die Menschen chronisch infizieren und lebensbedrohliche Krankheiten hervorrufen können. Der Fokus liegt auf dem AIDS-Erreger HIV, endogenen Retroviren, die in unserer Keimbahn integriert sind, sowie Hepatitis-B- und C-Viren, die Leberzirrhose und hepatozelluläre Karzinome verursachen. Molekulare Studien identifizieren neue diagnostische und therapeutische Konzepte, um diese Virus-Erkrankungen zu verhindern und zu behandeln bzw. die Entstehung von virusinduzierten Tumoren zu vermeiden.

Die Technische Universität München (TUM) ist mit rund 460 Professorinnen und Professoren, 7.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (einschließlich Klinikum rechts der Isar) und 26.000 Studierenden eine der führenden technischen Universitäten Europas. Ihre Schwerpunktfelder sind die Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften, Lebenswissenschaften, Medizin und Wirtschaftswissenschaften. Nach zahlreichen Auszeichnungen wurde sie 2006 vom Wissenschaftsrat und der Deutschen Forschungsgemeinschaft zur Exzellenzuniversität gewählt. Das weltweite Netzwerk der TUM umfasst auch eine Dependance in Singapur. Die TUM ist dem Leitbild einer unternehmerischen Universität verpflichtet.

Über das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (DZIF):
Veranstaltungshinweis des DZIF unter:

Ansprechpartner für die Medien
Abteilung Kommunikation, Helmholtz Zentrum München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH), Ingolstädter Landstr. 1, 85764 Neuherberg – Tel.: 089-3187-2238 – Fax: 089-3187-3324 – E-Mail: presse@helmholtz-muenchen.de

Fachlicher Ansprechpartner
Prof. Ulrike Protzer, Helmholtz Zentrum München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH), Institut für Virologie, Ingolstädter Landstr. 1, 85764 Neuherberg – Tel.: 089-3187-3004 – E-Mail: protzer@helmholtz-muenchen.de

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