Gibt es ein Rezept für ein erfolgreiches Innovationsnetzwerk?

Erfolg für Mecklenburg-Vorpommern im internationalen Vergleich: die Technologie- und Innovationsberater des Bundeslandes gelten innerhalb des Projekts ELISE als ein Musterfall in einem Innovations-Ökosystem. Dies ist ein Ergebnis des jüngsten Projekttreffens des EU-geförderten Vorhabens im slowakischen Košice.

ELISE steht für „European Life Science Ecosystems“. Dazu haben sich 2017 sieben regionale Cluster – BioCon Valley Mecklenburg-Vorpommern e. V./Deutschland, Cassovia Life Sciences/Slowakei, Centre-Val de Loire/Frankreich, Emilia-Romagna-Region/Italien, Region Košice/Slowakei, Life Science Nord/Deutschland, Technische Universität Kaunas/Litauen sowie Wojewodschaft Lubelskie/Polen – zusammengeschlossen, um die Bildung von Innovations-Ökosystemen im Life Science- und Gesundheitsbereich regional und überregional zu befördern.

Die ELISE-Projektpartner trafen sich in Košice, um über die zu Ende gehende erste Projektphase zu sprechen. Hier ging es vor allem darum, voneinander zu lernen: Welche Maßnahmen und Aktivitäten zur Schaffung eines Innovations-Ökosystems und -netzwerks gibt es jeweils? Wie kann man die Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteure vor Ort ermöglichen? Gibt es gar ein Rezept für ein erfolgreiches Innovationsnetzwerk?

Im Mittelpunkt des Projekttreffens standen drei von allen Partnern ausgewählte sogenannte Good Practices, die Musterfälle mit Vorbildfunktion für Europa: die SPARK-Initiative der Region Emilia Romagna in Italien, die Aktivitäten der französischen Region Centre-Val de Loire zur Animation des Ökosystems Biomedizin und die Technologie- und Innovationsberater Mecklenburg-Vorpommerns (TIB).
Letztere sind seit 2016 an allen Hochschulstandorten des Bundeslandes aktiv. Dies vor allem, um als zentrale Anlaufstelle für Unternehmen zu fungieren, die einen Bedarf an Forschung und Entwicklung haben, um ihre Produkte und Dienstleistungen wettbewerbsfähiger zu machen und Wertschöpfung im Bundesland zu generieren. Dazu vermitteln die TIB schnell und passgenau Ansprechpartner sowie Praktika bzw. Projekt- und Abschlussarbeiten und mögliche Forschungsförderung.

Damit gelten sie nicht nur innerhalb von ELISE als eine Maßnahme, die auf andere Regionen übertragen werden sollte. Denn die Komplexität von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben erfordert zunehmend sektorübergreifende Expertise, die nur wenige Unternehmen vorhalten können. Daher ist es ein Ansatz, sogenannte regionale Innovations-Ökosysteme zu schaffen. Ein Baustein dafür ist in Mecklenburg-Vorpommern beispielsweise BioCon Valley, die Initiative für Life Science und Gesundheitswirtschaft. Diese Systeme fungieren als Plattform für Austausch und Kooperation zwischen Forschung und Wirtschaft und schließen darüber hinaus gesellschaftliche Institutionen und die Politik ein. Dazu gehört, voneinander zu wissen, voneinander zu lernen und miteinander zusammenzuarbeiten.

Über ELISE:
Zentrales Ziel von „ELISE – European Life Science Ecosystems“ ist es, die Bildung von Innovations-Ökosystemen im Life Science- und Gesundheitsbereich regional und überregional befördern, bestehende Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zu unterstützen, neue Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in der Wirtschaft zu stärken, die Forschungsvermarktung zu verbessern und den Technologietransfer zu forcieren. Vor allem sollen die regionalen Innovationsstrategien (RIS) im Bereich Life Sciences zu stärken.

Das auf fünf Jahre angelegte ELISE-Projekt wird mit 1,4 Mio. Euro aus Mitteln des Interreg Europe-Programms der Europäischen Union gefördert. Weitere Informationen unter https://www.interregeurope.eu/elise/

wissenschaftliche Ansprechpartner:
Dr. Gudrun Mernitz (c/o BioCon Valley Mecklenburg-Vorpommern e. V. , Tel.: +49 38 34-55 01 08)

Scroll to Top