Giacomo Rizzolatti, der Entdecker der Spiegelneuronen ist Gastredner bei den Hanse Lectures in Neuroscience im Hanse-Wissenschafts

Bestimmte Nervenzellen, die sogenannten Spiegelneuronen, deren Entdeckung den Wissenschaftler weltweit bekannt gemacht haben, lösen im Gehirn eines Individuums beim Betrachten des Verhaltens anderer Individuen die gleichen Aktivitäten aus, so, als würde es diese Aktivitäten selber erleben.
Rizzolatti geht in seinem Vortrag der Frage nach, auf welche Weise man diese Aktionen der anderen, ihre Intentionen und Emotionen versteht. Es verdichten sich die Hinweise darauf, so Rizzolatti, dass diese Leistung in hohem Maße auf einem Mechanismus basiert, der von der visuellen Wahrnehmung motorischer Aktionen direkt zur Darstellung dieser Aktion im Gehirn des Betrachters, in eben den sogenannten Spiegelneuronen, führt. "I will review the properties of this mechanism ("mirror mechanism") and discuss its implications for cognition. I will conclude discussing the relationship between the impairment of mirror mechanism and autism" (G. Rizzolatti).
Giacomao Rizzolatti studierte in Padua Medizin und in Pisa Neurophysiologie. Neben Lehre und Forschung an der Universität in Pisa war er Gastprofessor an der University of Pennsylvania in Philadelphia und an der University of California in Los Angeles.

Seit Oktober 2009 gibt es am Hanse-Wissenschaftskolleg (HWK) die Vortrags- und Kolloquienreihe Hanse Lectures in Neuroscience.
Monatlich halten namhafte Wissenschaftler aus dem Bereich der Neuro- und Kognitionswissenschaften einen Impuls gebenden Vortrag für Kolleginnen und Kollegen, um damit einen stimulierenden Beitrag zur Unterstützung der neuro- und kognitionswissenschaftlichen "Community" an der Universität Bremen, der Jacobs University Bremen und der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg zu leisten. Diese regelmäßig stattfindenden Kolloquien und Diskussionen öffnen für die drei Universitäten neue Wege und Formen der Kooperation und Zusammenarbeit, um ein starkes und zukunftsträchtiges Netzwerk für die Neuro- und Kognitionswissenschaften der Nordwestregion zu knüpfen. "Nordwestregion" schließt hier auch die Universität Osnabrück mit ein, deren Mitglieder ebenfalls zu den Hanse Lectures in Neuroscience eingeladen sind.

Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung zum Vortrag, Austausch und einem anschließenden kleinen Imbiss ist jedoch erforderlich.
Interessierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sollten sich per E-Mail an das HWK wenden (mdaniel@h-w-k.de).

Ort und Zeit:
Hanse-Wissenschaftskolleg, Lehmkuhlenbusch 4, 27753 Delmenhorst
Donnerstag, 11. Februar 2010, Beginn 19.00 Uhr.

Weitere Informationen:
Hanse-Wissenschaftskolleg, Wolfgang Stenzel, Tel.: 04221 9160-103, E-Mail: wstenzel@h-w-k.de
(idw, 02/2010)

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