GfH zur Analyse fetaler DNA aus dem mütterlichen Blut

Als eine Weiterentwicklung nicht-invasiver Testverfahren zu einer risikolosen, in der frühen Schwangerschaft einsetzbaren Untersuchungsmethode ist die Diagnostik an fetaler DNA aus mütterlichem Blut prinzipiell positiv zu bewerten. Zu dieser Einschätzung kommt der Vorstand der GfH in seiner jüngsten Stellungnahme* nach Abwägung möglicher Chancen und Risiken einer Analyse fetaler DNA aus dem mütterlichen Blut.

Das Fazit: Ein pauschales Verbot des Zugangs zu Informationen über das eigene Genom bzw. das Genom werdender Kinder kann keine tragfähige Antwort auf die ethische Problematik in der Anwendung dieser Technologien für die Zukunft sein. Sie eröffnen neue Handlungsoptionen für Betroffene, stellen gleichzeitig aber auch eine gesellschaftliche Herausforderung dar. Eine Einschätzung der möglichen Konsequenzen aus der Anwendung dieser neuen Methoden kann nur auf dem Hintergrund ihrer wissenschaftlicher Evaluation in einer umfassenden, fortwährenden und breit angelegten interdisziplinären Diskussion gesucht werden. In diese Diskussion müssen die potentiellen Nutzerinnen/Nutzer derartiger Testangebote einbezogen werden. Es wird eine zentrale Aufgabe sein, dafür Sorge zu tragen, dass neben den Betroffenen selbst, auch die Bevölkerung über die Aussagekraft genetischer Analysen und mögliche Konsequenzen kompetent und umfassend beraten bzw. informiert wird. Die Gesellschaft muss sich in einem breiten umfassenden Diskurs der Aufgabe stellen, adäquate Rahmenbedingungen als Antwort auf die neuen Erkenntnismöglichkeiten der Analyse fetaler DNA aus dem mütterlichen Blut zu schaffen. An diesem Prozess wird sich die Deutsche Gesellschaft für Humangenetik e.V. aktiv beteiligen.

Kontakt
GfH-Pressestelle
Dr. Christine Scholz
Inselkammerstr. 5
82008 München-Unterhaching
Tel 089-5502 7855
Fax 089-5502 7856
presse@gfhev.de

Scroll to Top