Gewichtskontrolle für übergewichtige Schwangere – Forschungsförderung der DGEM

Übergewichtige Schwangere entwickeln auch akute und chronische Komplikationen, dazu gehört unter anderem auch ein schwangerschaftsassoziierter Hypertonus (Bluthochdruck) oder Präeklampsie/Eklampsie (Krampfanfälle). Übergewicht und übermäßige Gewichtszunahme in der Schwangerschaft sind daher im Interesse der Gesundheit von Mutter und Kind zu vermeiden. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM) hat deshalb ihre Forschungsförderung 2011 an das Projekt „Gewichtskontrolle übergewichtiger Schwangerer: Effekte von Telemonitoring der Bewegung und einer Ernährungsumstellung“ vergeben, das von Prof. Dr. Sabine Westphal, Dr. troph. Alexandra Blaik, Institut für Klinische Chemie und Pathobiochemie der Otto-von-Guericke-Universität und Dr. Anke Brössner, Klinik für Reproduktionsmedizin und Gynäkologische Endokrinologie der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg eingereicht worden war. Auf der DGEM Fortbildungstagung im schwäbischen Irsee wurde die mit 25.000 Euro dotierte Forschungsförderung verliehen. Für den Pilotversuch werden noch Teilnehmerinnen aus der Region Magdeburg gesucht.

Die Wissenschaftlerinnen werden in einem randomisierten, kontrollierten Pilotversuch untersuchen, ob eine innovative Form der Lebensstilintervention die Gesundheitssituation der Schwangeren wirksam verbessern kann. Bei dem Projekt wird mittels eines Sensors, den die Schwangeren tragen, Bewegung, Grundumsatz und täglicher Kalorienverbrauch dokumentiert, an einen Computer gesendet und dort ausgewertet. Mit Hilfe des Active Body Control Programms (ABC) erhält die Betreuerin der Schwangeren regelmäßig per Telemedizin die Daten und antwortet in einem wöchentlichen Brief, um die Motivation der Teilnehmerinnen, ihre Ernährung umzustellen und sich mehr zu bewegen, zu fördern. Zusätzlich wird ein duales Ernährungsprogramm, die „Magdeburger duale Diät“, durchgeführt. Bisher wurden in anderen Studien bereits gute Erfolge zur Gewichtsabnahme erzielt.

Ansprechpartnerin:
Dr. troph. Alexandra Blaik
Otto-von-Guericke Universität Magdeburg
Medizinische Fakultät
Institut für Klinische Chemie und Pathobiochemie, Haus 39
Leipziger Str. 44, 39120 Magdeburg
Tel.: 0391/ 67139-80
E-Mail alexandra.blaik@med.ovgu.de

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