Gewalt unter der Geburt, Säuglingsernährung und PDE-5-Hemmer: Gender- und Frauenforschungszentrum

Das Gender- und Frauenforschungszentrum der hessischen Hochschulen (gFFZ) lädt im Juni 2016 zu drei Veranstaltungen an die Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) ein: Zwei Vorträge zur Gewaltausübung in der Geburtshilfe sowie zu PDE-5-Hemmern wie Viagra sowie eine Forschungswerkstatt zum Aspekt der Geschlechterverhältnisse bei der Ernährung von Kleinkindern.

Vortrag: „Gewalt unter der Geburt“

Wissenschaftsautorin Christina Mundlos empfindet die Gewaltausübung bei der Geburtshilfe im deutschen Klinikalltag als skandalös. Sie zeigt in ihrem Vortrag die Zusammenhänge zwischen der stiefmütterlichen Behandlung der Geburtshilfe im Gesundheitssystem und aktuellen politischen Vorgängen sowie einer noch immer vorhandenen Frauenfeindlichkeit in der Gesellschaft. Zudem stellt sie konkrete Forderungen an die Verantwortlichen und gibt Tipps, wie sich Schwangere am besten schützen und auf die Geburt vorbereiten können.

Termin: 06. Juni 2016, 18.15 Uhr
Ort: Frankfurt University of Applied Sciences, Gebäude 2, Raum 174

Ernährerin: Frau – Forschungswerkstatt „Geschlechterdimensionen in der Ernährung des Kleinkindes“

Die Ernährung wie auch die Versorgung von Kleinkindern ist traditionell Aufgabe von Frauen, insbesondere der Mütter. Männer haben hier nur eine Nebenrolle inne. Dem Aspekt der Geschlechterverhältnisse bei der Ernährung des Säuglings und Kleinkindes widmet sich die Forschungswerkstatt „Geschlechterdimensionen in der Ernährung des Kleinkindes“. Die Veranstaltung ist für alle Interessierten offen; die Teilnahmegebühr beträgt 10 Euro. Eine Anmeldung ist bis zum 25. Mai 2016 über seehaus.rhea@fb4.fra-uas.de möglich.

In den Vorträgen von Expertinnen aus den Erziehungs- und Sozialwissenschaften und der Ernährungssoziologie wird der Frage nachgegangen, wie Mütter und Väter historisch und aktuell sozial unterschiedlich positioniert werden und wie ihnen selbstverständlich unterschiedliche Verantwortlichkeiten bei der Pflege des Kindes zugewiesen werden. Besonderes Augenmerk wird dabei auf das Stillen als Norm der Säuglingsernährung gerichtet, weil hier die mütterliche Zuständigkeit durch Natur und Körper schon vorgegeben erscheint. Vor diesem Hintergrund wird die Werkstatt auch der Frage nachgehen, was diese Geschlechterasymmetrien in der Kleinkindernährung für die modernen Gleichstellungswünsche und -forderungen in der Elternschaft bedeuten.

Termin Tagung: 17. Juni 2016, 10-17 Uhr
Ort: Frankfurt University of Applied Sciences, Nibelungenplatz 1, 60318 Frankfurt am Main, BCN-Hochhaus, 7. Stock, Raum 713

Vortrag: „Unterstützte Männlichkeiten. PDE-5-Hemmer im Alltag.“

PDE-5-Hemmer wie Viagra, Cialis und Levitra sind seit 1998 als orale Medikation auf dem Markt. Sie haben seitdem die Therapie von Erektionsschwierigkeiten grundlegend verändert und in der Öffentlichkeit ein breites Echo hervorgerufen. Der alltägliche Umgang mit diesen Mitteln ist jedoch weitgehend unbekannt. Dr. Claudia Sontowski referiert darüber, wie die Mittel auf der Grundlage von Körper- und Geschlechterwissen in die Alltagspraktiken der Nutzer integriert werden.

Termin: 20. Juni 2016, 18.30 Uhr
Ort: Frankfurt University of Applied Sciences, Gebäude 2, Raum 174

Kontakt gFFZ: Frankfurt University of Applied Sciences, Gender- und Frauenforschungszentrum der hessischen Hochschulen (gFFZ), Telefon: 069/1533-3150, E-Mail: info@gffz.de

Zum gFFZ:
Das gFFZ – das Gender- und Frauenforschungszentrum der hessischen Hochschulen – ist eine gemeinsame Einrichtung der Frankfurt University of Applied Sciences, der Technischen Hochschule Mittelhessen, der Hochschulen Darmstadt, Fulda und RheinMain sowie der Evangelischen Hochschule Darmstadt. Das gFFZ hat es sich als Ziel gesetzt, Forschungsvorhaben zur Frauen- und Genderforschung an hessischen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften zu unterstützen, ein Netzwerk der in der Frauen- und Genderforschung tätigen Lehrenden, Studierenden und Mitarbeiter(innen) aufzubauen und zu pflegen sowie den wissenschaftlichen Nachwuchs im Bereich Frauen- und Genderforschung zu fördern. Zudem unterstützt das gFFZ die Hochschulen bei der Umsetzung von Gender Mainstreaming Prozessen und sorgt für eine enge Vernetzung der Frauen- und Genderforschung an den Hochschulen mit Institutionen der Frauen- und Genderforschung im deutschsprachigen Raum, mit anderen Institutionen und mit der beruflichen Praxis.

Weitere Informationen unter:

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