Getrübter Spaß trotz maximaler Freiheit

(djd). Kaum eine andere Erfindung hat die Freiheit der Frau so vorangebracht wie die Pille. Die sichere, unkomplizierte Verhütung machte das Kinderkriegen zu einer planbaren Entscheidung und ermöglichte ganz neue Freiheiten. Im Laufe der Jahrzehnte wurden die Präparate immer weiter verbessert, so dass Dosierungen und Nebenwirkungen immer geringer wurden. Doch gerade bei modernen, niedrig dosierten Kombipillen wird die Freiheit der Lust nicht selten auf anderem Wege eingeschränkt, denn jede vierte Nutzerin dieser Verhütungsmethode klagt über vaginale Probleme wie Scheidentrockenheit und Schmerzen beim Sex.

Zu wenig Östrogen „vor Ort“

Der Grund dafür ist, dass die Antibabypille die körpereigene Östrogenproduktion unterdrückt. Andererseits reicht das im Präparat enthaltene Östrogen nicht aus, um den Beckenbodenbereich mit einer ausreichenden Hormonmenge zu versorgen. Als Folge wird die Scheidenhaut dünner, trockener und schlechter durchblutet – man spricht von einer Atrophie. Das kann zu Schmerzen und kleinen Verletzungen beim Sex führen, die den Spaß verleiden. Ähnliche Probleme haben auch viele Frauen in den Wechseljahren – mehr Informationen dazu auch unter http://www.hormontherapie-wechseljahre.de – da bei ihnen der Östrogenspiegel immer mehr sinkt.

Lokale Therapie kann helfen

Auf eine bequeme und sichere Verhütung muss dennoch keine Frau verzichten, denn eine Atrophie der Scheidenhaut lässt sich gut mit einer lokalen Therapie mit niedrigst dosiertem Östriol, etwa Oekolp Ovula 0,03 mg, behandeln. So können die Zellschichten wieder aufgebaut, die Durchblutung und Befeuchtung der Scheidenhaut verbessert werden. Die Scheide wird so weniger anfällig für Verletzungen – aber auch für Infektionen. Damit hat die lokale Hormontherapie einen positiven Nebeneffekt. Weil die für eine gesunde Scheidenflora wichtigen Laktobazillen sich bei einem Östrogenmangel nicht mehr so leicht ansiedeln können, sind Pillenanwenderinnen auch häufig von Harnwegsinfekten betroffen.

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