Geteilte Expertise – DZHK finanziert externe Wissenschaft

Das DZHK nimmt in seine experimentelle Pipeline ab sofort auch externe Einrichtungen mit auf. „Wir können viel, aber wir können nicht alles“, sagt Vorstandssprecher Prof. Thomas Eschenhagen. Für den Pharmakologen ist das DZHK kein geschlossener Zirkel. Es gäbe über das DZHK hinaus noch viele weitere hervorragende Expertisen in der Szene, begründet er diesen ungewöhnlichen Schritt, Fördermittel nach außen zu vergeben. Insbesondere Disziplinen-übergreifende Verfahren, wie etwa das Wirkstoff- oder MicroRNA-Screening, sind in den 27 auf Herz-Kreislauf-Forschung spezialisierten Partnereinrichtungen des DZHK nicht vertreten.

In der seit Mitte 2012 aufgebauten experimentellen Pipeline können die DZHK-Forscher mittlerweile auf rund 70 Shared Expertise zugreifen, angeboten von ihren Kollegen aus den Partnerinstituten. Denn Forschungsgruppen sind heute in der Regel hochspezialisiert – während die eine z.B. auf die Herstellung von Virusvektoren ausgerichtet ist, beherrscht eine andere komplizierte mathematische Modellierungen. „Eines der Ziele des DZHK war es von Anfang an, die für die Herz-Kreislauf-Forschung erforderlichen Expertisen systematisch zu erfassen und so den anderen Forschern im DZHK zugänglich zu machen“, so Eschenhagen. Zukünftig sollen nun auch Angebote externer Partner hinzukommen

Die Pipeline umfasst den gesamten Prozess der Therapieentwicklung, von der ersten Identifizierung eines Targets bis hin zu Assay-Entwicklung und zum Drug Screening. Rund 70-mal wurden die Shared Expertise im Laufe des letzten Jahres bereits genutzt, in größeren und kleineren Kooperationsprojekten. Für Eschenhagen ist es ein Erfolgsprojekt, das zur Vernetzung der kardiovaskuären Forschung und zur Erschließung neuer Kooperation beiträgt.

Eine ausführliche Beschreibung zum Konzept der Shared Expertise und zum Verfahren für externe Anbieter steht auf der DZHK-Homepage zum download bereit.

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