Gesundheitsfördernde Hochschulen: Ernährung, Versorgung, Nachhaltigkeit

Ernährung ist für die Gesundheitsförderung ein zentrales Handlungsfeld, das unter dieser Perspektive in Hochschulen bisher wenig Berücksichtigung gefunden hat. Zum einen kann die Ernährung einen Einfluss darauf ausüben, wie konzentriert oder müde, wie aufnahmefähig und leistungsbereit Beschäftigte und Studierende sind. Zum anderen – als langfristiger Effekt – kann die Ernährung die Entstehung chronischer Erkrankungen beeinflussen. Daher stellt sich die Frage, welche Potenziale Hochschulen für die Gesundheitsförderung durch vielfältige Ernährungsangebote haben. Und: Welche strukturellen Maßnahmen sichern ein ausgewogenes Essen und Trinken? Wie kann auf die Kultur der Institution eingewirkt werden?

Die Bedeutung dieser Fragen ergibt sich aus der speziellen Rolle der Hochschulen: Jährlich beginnen rund 400.000 junge Menschen ein Hochschulstudium. Dies bedeutet in der Regel den Auszug aus dem Elternhaus und für viele erstmals, eigenverantwortlich ihre Ernährung zu bestimmen. Die Hochschule als Lern- und Arbeitsumfeld nimmt somit Einfluss auf den Lebensstil und damit auf die Ernährungsweise und das Essverhalten der Studierenden. Darüber hinaus bilden Hochschulen die zukünftige Generation von Entscheidungsträgern, Politikerinnen und Politiker sowie Forscherinnen und Forscher aus, die ihr Wissen und ihre Erfahrungen in alle gesellschaftlichen Bereiche einbringen. Als zukünftige Eltern werden sie ihr Gesundheitswissen und Verhalten an ihre Kinder weitergeben. Daher sollten die Chancen, die Hochschulen in der Prägung von gesundheitsbezogenen Verhaltensweisen haben, auch im Bereich der Ernährung und des Essverhaltens durch geeignete Rahmenbedingungen und Angebote an Hochschulen genutzt werden.

Die Tagung will gesundheitsfördernde Hochschulen für das Thema Ernährung sensibilisieren, Probleme und Fallstricke auf dem Weg zu einer ernährungsbewussten Hochschule verdeutlichen und Lösungsansätze aufzeigen. Hochschulen bzw. die Studierendenwerke als Versorgungsbetriebe sind gefordert, die allgemein in der Gesellschaft diskutierten Aspekte von Ökonomie, Nachhaltigkeit und Gesundheitsförderung aufzugreifen und zukunftsweisend umzusetzen.

Die Hochschule Fulda mit ihren Forschungsschwerpunkten Ernährung, Lebensmittel, Gesundheit verfügt über hohe Fachkompetenz zu diesen Themen und hat das Ziel, diese Ressourcen für die gesundheitsförderliche Ausrichtung der eigenen Hochschule zu mobilisieren. Expertinnen und Experten für Ernährung und Gesundheit der Hochschule Fulda werden, basierend auf den eigenen, praktischen Erfahrungen, wichtige Aspekte dieser Thematik aufzeigen und zur Diskussion stellen.

Die Tagung wird von der Techniker Krankenkasse gefördert.

Veranstalter sind der Arbeitskreis Gesundheitsfördernder Hochschulen Deutschland, die Landesvereinigung für Gesundheit Niedersachsen e.V. sowie die Hochschule Fulda.

Anmeldeschluss ist der 20. 10. 2010. Teilnahmebeitrag: 40 Euro (Studierende: 20 Euro)
Organisation und Anmeldung: info@gesundheit-nds.de, Tel.: 0511-35 00 052
Fachliche Informationen: gfh@hochschule-fulda.de
(idw, 09/2010)

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