Gesunde Lebensmittel für die Stadt!

Weltweit zeichnet sich parallel zur Urbanisierung ein Strukturwandel in der Landwirtschaft ab – angetrieben durch die Globalisierung der landwirtschaftlichen Wertschöpfungsketten und durch eine steigende Kapital- und Wissensintensität der Produktion. Klimawandel und eine sich entsprechend verändernde Umwelt prägen Mensch und Tier in bislang unbekannter Weise. Auch die Ernährungsgewohnheiten sind im Wandel. Wissenschaft und Wirtschaft stehen vor der Herausforderung, die ökonomischen, sozialen und ökologischen Implikationen des Wandels im Sinne der Nachhaltigkeit und im Hinblick auf Gesundheit und Sicherheit zu meistern.

Diesen komplexen Themen widmet sich der Leibniz-Forschungsverbund „Nachhaltige Lebensmittelproduktion und gesunde Ernährung“ – ein einzigartiger wissenschaftlicher Kompetenz-Cluster im Bereich der Lebensmittelproduktion und Ernährung. Führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Forschungsverbundes und der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) diskutieren im Rahmen der Veranstaltung einige der drängendsten Fragen:
Wie wird die weltweit wachsende Bevölkerung in Städten wie Accra oder Berlin künftig mit gesunden Lebensmitteln versorgt? Welche Proteinquellen werden wir zur Deckung des Bedarfs nutzen? Welcher neuer Technologien bedarf es, um gesunde und sichere Lebensmittel in ausreichender Menge und Qualität bereitstellen zu können – insbesondere hinsichtlich einer wachsenden Nachfrage nach verarbeiteten Lebensmitteln? Wie kann es gelingen, gesundheitspolitische Maßnahmen in Zukunft besser mit der Agrar-, Energie-, Klima- und Umweltpolitik abzustimmen?

Es diskutieren:
Dr. Bernhard Url – Geschäftsführender Direktor der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA)
Prof. Dr. Reiner Brunsch – Sprecher des Leibniz-Forschungsverbund „Nachhaltige Lebensmittelproduktion und gesunde Ernährung“, Wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Instituts für Agrartechnik Potsdam-Bornim e.V. (ATB)
Prof. Dr. Alfons Balmann – Direktor des Leibniz-Instituts für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien (IAMO), Leiter der Abteilung Strukturwandel
Prof. Dr. Sonoko D. Bellingrath-Kimura – Leiterin des Instituts für Landnutzungssysteme, Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung e.V. (ZALF)
Dr. Ina Danquah – Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Abteilung Molekulare Epidemiologie, Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE)
Prof. Dr. Peter Köhler – Stellvertretender Direktor der Deutschen Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie (DFA), Leiter des Programmbereichs Struktur-/Wirkungsbeziehungen bei Biopolymeren
Prof. Dr. Christa Kühn – Leiterin der Abteilung Genomik, Leibniz-Institut für Nutztierbiologie (FBN)
Prof. Dr. Hermann Lotze-Campen – Leiter des PIK-Forschungsbereichs Klimawirkung und Vulnerabilität, Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK)
Dr. Manja-Christina Reuter – Koordinatorin des Leibniz-Forschungsverbund „Nachhaltige Lebensmittelproduktion und gesunde Ernährung“ (LFV Lebensmittel und Ernährung)

Hinweise zur Teilnahme:
Die Teilnahme ist kostenfrei. Bitte melden Sie sich bis 8. Januar 2016 online an unter:
Das Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) ist eine internationale Konferenz zu zentralen Zukunftsfragen der globalen Land- und Ernährungswirtschaft und findet dieses Jahr zum achten Mal während der Internationalen Grünen Woche in Berlin statt. Das Forum bietet Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft Gelegenheit, sich über ein aktuelles agrarpolitisches Thema auszutauschen und politisch zu verständigen. Das GFFA wird veranstaltet vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) in Kooperation mit dem GFFA Berlin e.V., dem Senat von Berlin und der Messe Berlin GmbH.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) bewertet Risiken entlang der gesamten Lebensmittelkette und leistet unabhängige wissenschaftliche Beratung für Europas Entscheidungsträger im Bereich der Lebensmittelsicherheit. Sie wird von der Europäischen Union finanziert, arbeitet jedoch unabhängig von Europäischer Kommission, Europäischem Parlament und den EU-Mitgliedstaaten.

Der Leibniz-Forschungsverbund „Nachhaltige Lebensmittelproduktion und gesunde Ernährung“ bündelt die Kompetenzen von 14 Leibniz-Einrichtungen mit dem Ziel, zukünftige Fragestellungen in den Bereichen Lebensmittelproduktion und Ernährung zu identifizieren und langfristig durch gemeinsame Forschung mit weiteren Partnern aus Forschungseinrichtungen, Hochschulen und der Wirtschaft zu lösen. Der Verbund versteht sich als disziplinübergreifende Forschungsstruktur. Er verkörpert natur-, medizin-, ingenieur-, wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Kompetenzen und Erfahrungen in der wissenschaftlichen Politikberatung. Darüber hinaus besitzen die Mitglieder Kompetenzen in allen relevanten Skalenebenen — von den kleinsten biologischen Struktureinheiten über Nutzorganismus-Umwelt-Beziehungen bis hin zu volks- und globalwirtschaftlichen Betrachtungen oder in der Bewertung von Verbraucherverhalten.

Kontakt:
Dr. Manja-Christina Reuter – Koordinatorin des Leibniz-Forschungsverbund „Nachhaltige Lebensmittelproduktion und gesunde Ernährung“
Tel.: 0331 5699-826, E-Mail: mreuter@atb-potsdam.de

Helene Foltan – Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 0331 5699-820, E-Mail: hfoltan@atb-potsdam.de

Leibniz-Institut für Agrartechnik Potsdam-Bornim e.V.
Max-Eyth-Allee 100, 14469 Potsdam

Das Leibniz-Institut für Agrartechnik Potsdam-Bornim e. V. (ATB) ist ein national und international agierendes Zentrum agrartechnischer Forschung an der Schnittstelle von biologischen und technischen Systemen. Unsere Forschung zielt auf eine wissensbasierte Bioökonomie. Hierfür entwickeln wir hochinnovative und effiziente Technologien zur Nutzung natürlicher Ressourcen in landwirtschaftlichen Produktionssystemen – von der Grundlagenforschung bis zur Anwendung.

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