Gesund aufwachsen: 1. Stadtgesundheitskonferenz Frankfurt am Main

„Gesund aufwachsen“ ist das Thema der 1. Frankfurter Stadtgesundheitskonferenz, die am 15. Oktober 2018 in der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) stattfindet. Mit der Stadtgesundheitskonferenz stellt sich das interdisziplinäre Präventionsprojekt GUT GEHT’S vor. Das Dezernat für Gesundheit der Stadt Frankfurt und das Gesundheitsamt kooperieren dabei mit dem Zentrum für Gesundheitswirtschaft und -recht (ZGWR) der Frankfurt UAS, dem Selbsthilfe e.V. und der Techniker Krankenkasse (TK). Die TK fördert das auf fünf Jahre angelegte Projekt seit Sommer 2017. „Stadtgesundheitskonferenzen sind in vielen Kommunen und Regionen ein bereits seit Jahren erprobtes und erfolgreiches Instrument der partizipativen und interdisziplinären Gesundheitsförderung und Prävention“, erklärt Stefan Majer, Gesundheitsdezernent der Stadt Frankfurt. „Wir erfinden das Rad also nicht neu, sondern wollen mit GUT GEHT‘S auch in Frankfurt die Zusammenarbeit aller Akteurinnen und Akteure stärken, um gesundheitliche Chancengerechtigkeit gemeinsam und dauerhaft weiter voranzubringen.“

Die TK unterstützt Kommunen wie Frankfurt am Main, die Mitglied im Gesunde-Städte-Netzwerk der Bundesrepublik Deutschland sind und bei der Gesundheitsförderung bereits Profil zeigen. „Die TK kommt mit ihrer Förderung von GUT GEHT‘S ihrem gesetzlichen Auftrag nach, Projekte zu fördern, die nachhaltig wirken. Die Chancen, dass dies bei Gut geht’s gelingt, ist groß, weil die Partner ressortübergreifend kooperieren – so, wie es im Präventionsgesetz vorgesehen ist“, sagt Nina Martin, Expertin für nichtbetriebliche Lebenswelten Hessen bei der TK. „Die Kooperation der Stadt Frankfurt mit der University of Applied Sciences, der TK und der Selbsthilfe e.V./Gesunde Städte Netzwerk vernetzt viele gesellschaftliche Bereiche, die schließlich von der Gesundheitsförderung profitieren.“

Als partizipatives Instrument führt die jährliche Stadtgesundheitskonferenz vorhandene Angebote und Initiativen zusammen. Am Tisch sitzen unter anderem Vertreter/-innen der Wohlfahrtspflege, der Selbsthilfe-Einrichtungen und der Kranken-, Renten- und Unfallversicherungen, Kommunalpolitiker/-innen sowie Ärztinnen und Ärzte, Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten. 2018 und 2019 steht das Thema „Gesund Aufwachsen“ im Mittelpunkt. Die Konferenzteilnehmenden erarbeiten einen Handlungskatalog für gezielte gesundheitsförderliche und präventive Maßnahmen. Diese sollen anschließend in Arbeitsgruppen mit Betroffenen, fachkompetenten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern städtischer Ämter und sachkompetenten Bürgerinnen und Bürgern weiter präzisiert und vor Ort in Krippen, Kitas und Schulen in Frankfurt umgesetzt werden. „Partizipation, die Mitwirkung der Frankfurterinnen und Frankfurter an der Gestaltung der gesunden Stadt, ist dabei sehr wichtig und in GUT GEHT‘S verankert“, erklärt Reiner Stock von der Selbsthilfe-Kontaktstelle Frankfurt. „Nur wenn sie wirklich mitwirken können, entsteht die Möglichkeit, dass die Einwohnerinnen und Einwohner Frankfurts auch wirklich ein gesünderes Leben führen können.“ Geplant ist, erste Maßnahmen zunächst in einem sozial und gesundheitlich benachteiligten Pilot-Stadtteil zu verwirklichen und sie im folgenden Jahr auf das gesamte Stadtgebiet zu übertragen. Prof. Dr. Wolfram Burkhardt, Direktor des Zentrums Gesundheitswirtschaft und -recht (ZGWR) der Frankfurt UAS und stellvertretender Projektleiter, ist vom Erfolg des Projekts überzeugt. „Mit GUT GEHT’S haben wir die Chance, wirkliche gesundheitliche Verbesserungen für die Menschen in Frankfurt am Main zu erreichen. Durch die intensive Kooperation der Stadt, der Wissenschaft und der Praxis wird echte vernetzte intersektorale Gesundheitsförderung möglich.“

Die Koordinierung von GUT GEHT’S übernimmt das Gesundheitsamt Frankfurt. „Um nachhaltig und effizient Gesundheitsförderung und Prävention für benachteiligte und vulnerable Gruppen auf Grundlage des Präventionsgesetzes umzusetzen, braucht es eine gemeinsame integrierte Handlungsstrategie auf kommunaler Ebene“, betont die Projektleiterin von GUT GEHT’S Dr. Manuela Schade. „GUT GEHT’S will die dafür notwendigen Strukturen in Frankfurt aufbauen, die intersektorale Zusammenarbeit stärken und gezielte Angebote für die Gesundheit und Lebensqualität der Frankfurter Bürgerinnen und Bürger befördern.“

Bei den Stadtgesundheitskonferenzen der Jahre 2020 und 2021 steht das Gesundheitsziel „Gesund Älterwerden“ im Fokus. Im fünften Jahr legt GUT GEHT’S auf der Stadtgesundheitskonferenz die Inhalte für die kommenden Jahre selbst fest.

„Gesundheit ist unser höchstes Gut“, betont Stefan Majer. „Es zu schützen und zu fördern muss praktische Konsequenzen haben in unserer ganzen Stadt – angefangen bei den Kindern.“

Termin: Montag, 15. Oktober 2018, 9:30 bis 16 Uhr
Ort: Frankfurt University of Applied Sciences, Nibelungenplatz 1, 60318 Frankfurt am Main, Gebäude 4, Hörsaal 111/112

Das Programm in Auszügen
1. Stadtgesundheitskonferenz – Gesund aufwachsen in Frankfurt

9:30 Uhr
Begrüßung
Stefan Majer, Gesundheitsdezernent der Stadt Frankfurt am Main
Prof. Dr. Frank E.P. Dievernich, Präsident der Frankfurt University of Applied Sciences
Thomas Hilgenberg, Leiter Vertragsbereich, Techniker Krankenkasse, Landesvertretung Hessen

10:00 Uhr
Impulsvortrag Gesund Aufwachsen
Ungleiche Chancen: Was tun?
Prof. Dr. Rolf Rosenbrock, Vorsitzender des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes – Gesamtverband e.V.

10:45 Uhr
Praxisvortrag Gesund Aufwachsen
Gesundheitskonferenzen als Erfolgsfaktoren!? – Das Beispiel Rhein-Kreis Neuss
Karsten Mankowsky, Gesundheitsdezernent des Rhein-Kreises Neuss

12:00 Uhr
Das Projekt „GUT GEHT’S“ in Frankfurt am Main
Handlungsansätze aus Sicht des Gesundheitsamtes
Dr. Manuela Schade, Gesundheitsamt Frankfurt

13:00 Uhr
Themen-Workshops:
• Familie
• Krippe/ Kita
• Schule
• Quartier und Umfeld

15:00 Uhr
Ergebnisvorstellung und Austausch

15:45 Uhr
Fazit und Ausblick

wissenschaftliche Ansprechpartner:
Kontakt: Frankfurt University of Applied Sciences, Fachbereich 4: Soziale Arbeit und Gesundheit, Zentrum Gesundheitswirtschaft und -recht (ZGWR), Prof. Dr. Wolfram Burkhardt, Telefon: +49 69 1533-2656, E-Mail:

Koordinierungsstelle GUT GEHT’S, Gesundheitsamt Frankfurt am Main, Telefon: +49 69 212-48584, E-Mail:

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