Gesund am Schreibtisch: So beugen Sie Beschwerden vor

Gesund am Schreibtisch

Wer an Büroarbeit denkt, dem ist oft nicht klar, wie körperlich belastend diese Tätigkeit sein kann. Natürlich handelt es sich um eine andere Anstrengung als beispielsweise bei der Arbeit auf einer Baustelle oder im Kindergarten. Dennoch leiden Büroangestellte häufig unter trockenen Augen, muskulären Verspannungen und Bewegungsmangel. Wir Menschen sind biologisch gesehen nicht dafür gemacht, viele Stunden im Sitzen zu verbringen, das für uns eher eine unnatürliche Körperhaltung ist. Umso wichtiger ist es, Schäden regelmäßig entgegenzuwirken und gut für sich zu sorgen, um langfristig gesund und leistungsfähig zu bleiben.

Bewegung in den Alltag integrieren

Bei einer Arbeitsschicht von acht Stunden verbringen wir insgesamt zwischen fünf und sechs Stunden sitzend auf einem Stuhl. Wenn wir uns außerhalb der Arbeit nicht ausreichend bewegen, können Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und eine schwache Grundkonstitution die Folge sein. Umso wichtiger ist es, durch sportliche Betätigung und Dehnübungen den Körper insgesamt kräftig und entspannt zu halten. Das kann mit kleineren Veränderungen im Alltag anfangen: Nehmen Sie die Treppen, anstatt Fahrstuhl zu fahren oder geben Sie dem Fahrrad Vorzug vor den öffentlichen Verkehrsmitteln. Achten Sie außerdem darauf, während der Arbeitszeit regelmäßige Bewegungspausen einzulegen – schon kurze Bewegungseinheiten können viel bewirken. Außerdem beugt es Verspannungen vor, wenn Sie alle halbe Stunde für ein paar Minuten aufstehen und umherlaufen. Auch ein paar Gymnastikübungen am Arbeitsplatz können wahre Wunder wirken. Versuchen Sie außerdem, regelmäßig vor oder nach der Arbeit ein längeres Training im Fitnessstudio oder zuhause einzubauen, um Ihre Kraft und Ausdauer zu stärken.

Müde und trockene Augen behandeln

Wer lange auf einen Bildschirm schaut, leidet oft irgendwann unter trockenen Augen. Nicht umsonst wurde früher Kindern geraten, nicht so viel fernzusehen, da sie ansonsten „viereckige Augen“ bekämen. Tatsächlich begünstigt regelmäßige Bildschirmarbeit sogar Kurzsichtigkeit. Trockene Augen können dadurch entstehen, dass wir beim konzentrierten Arbeiten am Bildschirm bisweilen das Blinzeln vergessen, durch das die Augen wieder befeuchtet werden. Daher kann es sehr hilfreich sein, sich regelmäßig bewusst eine Pause zu gönnen, um die Augen zu schließen. Zusätzlich können trockene Augen durch den Einsatz von Kontaktlinsen begünstigt werden. In diesem Fall ist es ratsam, spezielle Linsen für trockene Augen zu verwenden. Auch der Abstand zum Bildschirm spielt eine Rolle dabei, wie anstrengend die Arbeit für die Augen ist. Versuchen Sie, Ihren Arbeitsplatz zu einzurichten, dass der Bildschirm mindestens eine Armlänge entfernt und die Bildschirmoberkante nur knapp unter Augenhöhe endet. Um die Augenmuskulatur zusätzlich zu trainieren, ist es hilfreich, ab und zu den Blick bewusst in die Ferne schweifen zu lassen. Auf diese Weise werden einseitige Belastungen durch das häufige Verwenden der Nahsicht am Monitor wieder ausgeglichen.

Für gute Beleuchtung sorgen

Ist ein Büroraum nicht ausreichend beleuchtet, kann es auf Dauer zu Kopfschmerzen und Ermüdungserscheinungen kommen. Ideal ist daher ein Arbeitsplatz, der direkt am Fenster gelegen ist. Das einfallende Tageslicht hat außerdem den weiteren Vorteil, dass Sie wacher und frischer im Geist bleiben. Im Winter oder bei fehlenden Fenstern hilft es, spezielle Tageslichtlampen zu installieren. Die Lichttherapie bewirkt oft sogar eine Verbesserung bei leichteren depressiven Verstimmungen, da sie eine ausgleichende Wirkung auf die Hormone Melatonin und Serotonin hat. Noch dazu helfen Tageslichtlampen dabei, leistungsfähig und konzentriert zu bleiben. Bezüglich der weiteren Lichtquellen ist es wichtig, dass die Leuchten ein angenehmes, weder zu grelles noch zu schwaches Licht ausstrahlen. Die Lampen sollten nicht flimmern, da dies das Arbeiten am Bildschirm zusätzlich erschweren kann. Insgesamt ist es besser, wenn es mehrere Lichtquellen gibt, die den gesamten Raum abdecken – eine großes Licht an der Decke beispielsweise und ein zusätzliches Schreibtischlicht.

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