Gestörte Heilung nach dem Herzinfarkt

Wie verläuft der Heilungsprozess nach einem Herzinfarkt? Diese Frage untersucht Yuxiang Ye im Rahmen seiner Doktorarbeit mit Hilfe einer speziellen Bildgebung. Dabei verwendet er ein am Institut für Experimentelle Physik V der Universität Würzburg entwickeltes Kernspinresonanzverfahren, mit dem er die an der Infarktheilung beteiligten Entzündungszellen darstellen kann.

Yuxiang hat in seinen Experimenten das Vorkommen der Entzündungszellen mit der Schädigung der mikroskopisch kleinen Gefäße verglichen. Dabei zeigte sich, dass bei einer ausgeprägten Schädigung der Mikrogefäße die Entzündungszellen nicht mehr in die Infarktregionen vordringen und dort ihrer Abräum- und Wiederaufbauarbeit nachkommen können. Damit ist die Heilung gestört, was eine deutliche Schwächung des Herzens bedeutet. Zukünftige Herzinfarkttherapien müssen dies berücksichtigen, meint Professor Wolfgang Rudolf Bauer, in dessen Arbeitsgruppe Yuxiang Ye arbeitet.

Ermöglicht wurde die Arbeit durch die Vernetzung mit anderen Forschergruppen innerhalb des Sonderforschungsbereiches 688 „Mechanismen und Bildgebung von Zell-Zell-Wechselwirkungen im kardiovaskulären System„ und des Deutschen Zentrums für Herzinsuffizienz Würzburg.

Zur Person

Yuxiang Ye (geboren 1978) hat von 1997 bis 2002 an der Medical School of Sun Yat-sen University, Guangzhou (China) Medizin studiert und dort den Bachelor, gleichbedeutend dem Medical Doctor in den USA, erworben. Von 2005 bis 2007 absolvierte er ein Masterstudium am der Katholieke Universiteit Leuven, Belgien im Bereich der medizinischen Bildgebung. Seit 2007 ist er Promotionsstudent an der Universität Würzburg.

Die Tagung der American Heart Association fand vom 12. bis 16. November in Orlando/Florida statt. Mit mehr als 4.000 Vorträgen und Präsentationen ist der Kongress einer der größten auf dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Kontakt: Yuxiang Ye, T: (0931) 31-88531, yuxiang.ye@physik.uni-wuerzburg.de

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