Geschichte und Natur erleben

(djd). Nach wie vor ist Wandern eine der liebsten Freizeitbeschäftigungen der Deutschen. Nach einer Erhebung des Ifak Institutes gingen im Jahr 2013 über 60 Prozent der Bundesbürger ab 14 Jahren mehr oder weniger häufig wandern. Besonders beliebt sind dabei Strecken, die außer gut ausgebauten Wegen durch reizvolle Landschaften auch weitere Attraktionen bieten. So punktet beispielsweise der Taunus nicht nur mit vielfältiger Natur und geologischen Kostbarkeiten, sondern auch mit seinem geschichtlichen Hintergrund. Alle Informationen gibt es auch unter http://www.taunus.info.

Auf dem Schinderhannespfad unterwegs

Der 146 Kilometer lange Schinderhannespfad etwa führt Wanderern die typische Landschaftsstruktur des Taunus vor Augen. Von Nord bis Süd kann man dabei den Spuren des berühmt-berüchtigten Räubers folgen. Lichte Laubwälder wechseln sich mit Feuchtwiesen und Trockenrasenstrecken ab, der Weg passiert bizarre Felsformationen, stille Waldseen und offene Bergkuppen. Auch beschauliche Dörfer und einsam gelegene Mühlen, die früher auch Räubern Unterschlupf boten, gibt es zu sehen. Auch bedeutende Zeugnisse der Vergangenheit sind entlang des Wanderwegs zu bestaunen: So gehört das Heidetränk-Oppidum bei Oberursel zu den europaweit bedeutendsten keltischen Siedlungen. Wachttürme und Kastelle zeugen von der römischen Besiedelung, hinzu kommen Burgen und Schlösser aus den verschiedenen Epochen mittelalterlicher und neuerer Geschichte.

Wandern mit Qualitätssiegel

Im Rahmen eines neuen Konzeptes des Naturparks Taunus wurde ein Teilstück des Schinderhannespfades besonders ausgezeichnet: Der neu beschilderte und benannte Taunus-Schinderhannes-Steig erhielt 2014 auf der Stuttgarter Tourismusmesse CMT das Qualitätssiegel „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“. Die 38 Kilometer lange Teilstrecke von Kelkheim bis Weilrod ist besonders durch ihre zahlreichen Fernblicke und das auch „Perle der Nassauischen Schweiz“ genannte Eppstein bekannt.

Lichte Bergwälder und Felsformationen: Der Weiltalweg

Eine weitere schöne Route ist der 47 Kilometer lange Weiltalweg. Vom Naturschutzgebiet Reifenberger Wiesen bei Schmitten aus geht es am Flüsschen Weil entlang, vorbei am Freizeitgelände Oberes Weiltal und der Burg Weilstein. Historische Ortschaften, lauschige Mühlen, schroffe Felsen und beeindruckende Aussichtspunkte reihen sich aneinander, der Weg führt über naturbelassene Waldpfade und entlang ehemaliger Bahntrassen. Unterwegs gibt es auch zahlreiche Möglichkeiten für eine ausgiebige Pause, ob zur Besichtigung von Burgen, zum Besuch eines Hochseilklettergartens oder einfach zur Einkehr in einem der gemütlichen Gasthäuser.

Von Legionären und Auxiliartruppen

Einer der bekanntesten Rad- und Wanderwege ist der Limeserlebnispfad. Über 30 Kilometer folgt er dem Verlauf des Taunuslimes, der als einer der schönsten Abschnitte des römischen Grenzwalls gilt. Höhepunkt am Weg ist die Saalburg bei Bad Homburg – das einzige vollständig restaurierte Römerkastell in Deutschland und Teil des UNESCO-Weltkulturerbe Limes. Das Museum im Kastell zeichnet auf gelungene Weise ein Bild des Alltagslebens und der Geschichte einer römischen Legion an der Grenze ihres Reiches.

Das Reiseziel in Kürze

Auf den Spuren von Römern und Räubern durch den Taunus

(djd). Eine der schönsten Wanderregionen Deutschlands liegt direkt vor den Toren Frankfurts am Main: Im Taunus finden sich nicht nur vielfältige Panoramalandschaften, sondern auch zahlreiche Zeugnisse einer bewegten Geschichte. Der Schinderhannespfad, dessen Teilstück „Taunus-Schinderhannes-Steig“ 2014 als „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ zertifiziert wurde, folgt den Spuren des berüchtigten Räubers durch den gesamten Taunus. Der Weiltalweg führt entlang des Flusses Weil durch beschauliche Ortschaften und schöne Natur, während der Limeserlebnispfad den Besucher in die Zeit der römischen Legionen versetzt. Informationen gibt es unter http://www.taunus.info.

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