Genug Grip in jeder Situation

(djd). Starker Regen, rutschige Straßenverhältnisse, überfrierende Nässe: In Herbst und Winter hält die Witterung für Autofahrer so manche unangenehme Überraschungen parat. Umso wichtiger ist es, sich selbst und das Fahrzeug gut darauf vorzubereiten. Philip von Grolman von Reifendirekt.de erklärt, worauf es in Sachen Sicherheit ankommt.

Müssen Autofahrer erst bei Eis und Schnee ihre Fahrweise anpassen?

– Keineswegs, selbst bei Temperaturen deutlich oberhalb des Gefrierpunktes kann es witterungsbedingt zu gefährlichen Situationen auf den Straßen kommen. Eine oft unterschätzte Gefahr ist das Aquaplaning. Dabei bildet sich, meist durch Starkregen verursacht, förmlich ein Wasserkeil zwischen dem Reifen und dem Asphalt. In der Folge ist das Fahrzeug nicht mehr kontrollierbar.

Wie sollten sich Autofahrer bei starkem Regen verhalten?

– Dies hängt von verschiedenen Faktoren, wie zum Beispiel der Intensität des Niederschlags und dem Zustand der Fahrbahn ab. So können starke Spurrillen die Gefahr des Aquaplaning noch verstärken. Grundsätzlich gilt in jedem Fall: Fuß vom Gas. Sollte das Fahrzeug tatsächlich aufschwimmen, Ruhe bewahren, keine hastigen Lenkmanöver unternehmen, den Motor auskuppeln und nicht bremsen.

Welchen Einfluss haben die Reifen auf die Aquaplaning-Gefahr?

– Der Faktor Reifen hat einen sehr großen Einfluss: Ist das Profil deutlich abgefahren, kann der Reifen weniger Wasser abtransportieren. Autofahrer sind gut beraten, die Pneus zu erneuern, noch bevor die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern erreicht ist.

Ist in Sachen Aquaplaning auch der Reifenfülldruck von Bedeutung?

– Ja, der Reifenfülldruck beeinflusst ganz wesentlich die Aquaplaning-Eigenschaften. Ist beispielsweise der Druck zu niedrig, nimmt das Risiko zu, dass die Reifen bei Starkregen aufschwimmen. Neben der Profiltiefe sollte daher auch der korrekt eingestellte Reifenfülldruck regelmäßig kontrolliert werden.

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