Gemeinsame Mitteilung von MATHEON und FU Berlin. Wer bekommt den kleinen Abel-Preis?

Der diesjährige Tag der Mathematik findet am 30. April an der Freien Universität Berlin statt. Bei der 21. Auflage er Veranstaltung kehrt der Tag der Mathematik damit an die Hochschule zurück, an der sie 1995 ihren Ausgang nahm. Schülerinnen und Schüler sind eingeladen, sich einen Tag lang mit spannender Mathematik zu beschäftigen. Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt frei. Veranstaltet wird der Tag an jährlich wechselnden Veranstaltungsorten von den Mathematik-Instituten der Berliner Universitäten gemeinsam mit der Beuth-Hochschule, dem Weierstraß-Institut, dem Zuse-Institut und dem Bertha-von-Suttner-Gymnasium.

„Traditionell beginnt der Tag der Mathematik mit dem sehr beliebten Mathematik-Wettbewerb. Dabei gilt es, knifflige und herausfordernde Aufgaben zu lösen, im Team zu knobeln und gemeinsam Vergnügen an der Mathematik zu haben“, sagt Mathematik-Professor Ralf Borndörfer von der Freien Universität Berlin, der in diesem Jahr die Veranstaltung organisiert. Der große Reiz dieses Wettbewerbs liegt unter anderem darin, dass die Gewinnerinnen und Gewinner auf Einladung der Norwegischen Botschaft zur Abel-Preisverleihung nach Oslo reisen dürfen.

Der Abel-Preis gilt als einer der größten mathematischen Preise und erinnert an den norwegischen Mathematiker Niels Henrik Abel. Abel hat entscheidend zur modernen Mathematik beigetragen. Viele seiner Arbeiten sind in Berlin entstanden, woraus sich auch die Beziehung zum Berliner „Tag der Mathematik“ und der Verleihung dieses „kleinen Abelpreises“ erklärt.

„Parallel zum Schülerwettbewerb gibt es für ihre Lehrerinnen und Lehrern ein umfangreiches Vortragsprogramm mit interessanten Anregungen für den eigenen Mathematikunterricht“, erläutert Mathematikprofessor Borndörfer. Eine ganze Reihe spannender Vorträge sowie eine Ausstellung mathematischer Attraktionen werde es am Nachmittag geben. Diese richten sich an Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer. Ralf Borndörfer beschreibt das Programm so: „Die Vorträge und die Ausstellung zeigen insbesondere, wo und wie die Mathematik in unser Alltagsleben hineinreicht. Dabei geht es zum Beispiel darum, wie man viel von einer Pizza abbekommt, wie man ein digitales Bild komprimiert oder wie man mit Mathematik Zeitmaschinen baut.“ Erläutert werde auch, was die Mathematik zur Medizinforschung etwa durch das Auffinden neuer Wirkstoffe oder das Verständnis von Alzheimer und anderen Krankheiten beitragen könne. Insgesamt bietet das Programm 21 Vorträge am Nachmittag an, die nach Schwierigkeitsgrad unterteilt sind.

Den Abschluss des „Tages der Mathematik 2016“ bildet ein Hauptvortrag von Prof. Dr. Annette Werner von der Johann-Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main zum Thema „Was ist die fünfte Dimension? Mathematik zwischen Abstraktion und Anschauung“. Daran schließt sich die Preisverleihung und die Bekanntgabe der Gewinner der Norwegenreise an. Begleitet wird die Preisverleihung von der Big Band des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums aus Berlin-Reinickendorf.

21. Tag der Mathematik
30. Mai 2016, 9.00 – 16.00 Uhr
Freie Universität Berlin, Silberlaube Mensa II und Foyer
Otto-von-Simson-Str. 26, 14195 Berlin
U-Bahnhof Thielallee
Eintritt frei

Das gesamte Programm finden Sie hier: http://tdm.math.fu-berlin.de/data/program.html
oder http://tdm.math.fu-berlin.de/data/tdm2016.pdf

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