Gelebte Forschung: Frühjahrssymposium der DGKMH gemeinsam mit Helmholtz-Zentrum

Am Samstag, dem 5. Mai 2018, werden im UKR 80 Experten der Grundlagenforschung und klinischen Forschung aus verschiedensten Fachgebieten erwartet. Auf dem Frühjahrssymposium der DGKMH, das bereits zum zweiten Mal in Regensburg stattfindet, sollen aktuelle Entwicklungen der Mikrozirkulation und zellulären Biotechnologie aus verschiedenen Blickwinkeln diskutiert werden. Zudem wird Professor Dr.-Ing. Friedrich Jung, langjähriger Sekretär der DGKMH und Leiter der Abteilung Biointerface Engineering des Instituts für Biomaterialforschung am Helmholtz-Zentrum Geesthacht, für seine wissenschaftlichen Leistungen auf dem Gebiet der Mikrozirkulation und Rheologie ausgezeichnet.

„Ich freue mich auf den wissenschaftlichen Austausch mit den verschiedenen Fachkollegen aus ganz Deutschland und hoffe auf viele interessante Ansatzpunkte, die wir in anschließender wissenschaftlicher und klinischer Arbeit weiterentwickeln können“, so Professor Dr. Dr. Lukas Prantl, Präsident der DGKMH und Leiter der Abteilung für Plastische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie am UKR. „Eine besondere Ehre ist es für mich außerdem, Professor Jung für seine Arbeit ehren zu dürfen, der nicht nur seit Jahren die tragende Säule der Dachgesellschaft ist, sondern für uns alle wissenschaftliche Maßstäbe gesetzt hat.“

So bildet die Ehrung von Professor Jung auch den Auftakt der Veranstaltung. Professor Prantl und Professor Dr. Andreas Lendlein, Leiter des Instituts für Biomaterialforschung am Helmholtz-Zentrum Geesthacht, werden in ihrer Laudatio die Leistungen würdigen, die Professor Jung in den letzten 35 Jahren für die wissenschaftliche Arbeit erbracht hat. So hat er in dieser Zeit maßgeblich zu einer Verbesserung der Möglichkeiten der Gewebedurchblutung beigetragen. Im Institut für Biomaterialforschung des Helmholtz-Zentrums Geesthacht befasst sich Professor Jung vor allem mit der Evaluierung der Hämo- und Histokompatibilität von Polymersystemen, welche Einsatz in der Regenerativen Medizin finden. Daneben stehen die Entwicklung kardiovaskulärer Implantate wie synthetische Blutgefäße oder degradierbare Stents sowie chirurgische Hilfsmittel wie Nahtmaterialien im Fokus seiner Forschung.

Das weitere Programm des Frühjahrssymposiums in Regensburg beschäftigt sich im Schwerpunkt mit der Bildung von neuartigen Gewebekonstrukten, wie beispielsweise Biomaterialien aus Zellkulturen oder auch Gewebekomplexe aus Fettgewebe, die zur Wiederherstellung der Körperfunktion und –form eingesetzt werden, und wie diese erfolgreich im Körper integriert werden können. Ein besonderer Fokus liegt hierbei auf der Frage nach der Mikrozirkulation der Gewebe. Prof. Dr. Ernst Michael Jung, Leiter des Ultraschallzentrums am Universitätsklinikum Regensburg und Vorsitzender der Prüfungskommission der Bayerischen Landesärztekammer wird die neuesten Technologien zur Ultraschallbildgebung darstellen. In insgesamt drei Stunden werden Referenten des UKR, des Helmholtz-Zentrums Geesthacht, des Dietrich-Bonhoeffer-Klinikums Neubrandenburg, der Brandenburgischen Technischen Universität, der Universität Ulm sowie aus den Hochschulen Hannover und Furtwangen in ihren Vorträgen verschiedene Aspekte der Thematik vorstellen und im Anschluss gemeinsam mit den Teilnehmern diskutieren. „Wir erhoffen uns dadurch weitere Fortschritte in der Arbeit mit Fremd- und Eigengewebe zur Wiederherstellung der Körperfunktion und Form “, erläutert Professor Prantl das Ziel des Symposiums. Durch den Verbund mit einer Vielzahl von Experten ist es gelungen, breite Forschungsgebiete in der Plastischen und rekonstruktiven Chirurgie zu vereinen und neue Akzente für innovative erfolgreiche Patientenversorgung zu setzen.

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