Geiz ist gefährlich

(djd). Die vermeintlich hochwertige Leichtmetallfelge, die nur noch ein Drittel des Listenpreises kostet – da wird so mancher Autofan schwach. Doch bei derart „unglaublichen“ Schnäppchen kann es sich häufig nur um eine unerlaubte Kopie handeln. Gerade im Bereich des Automobilzubehörs überschwemmen Plagiate den Markt. Damit werden nicht nur Rechte der Markenhersteller verletzt, für den Autofahrer kann das Angebot gefährliche Folgen haben. Denn die Produktfälscher sparen nicht selten an Material und Qualität. So ist eine Kopie des Felgenbestsellers „AC Schnitzer Typ V“ bei einer Standardprüfung des TÜV Nord bereits nach 183.000 Testdurchläufen gebrochen – höchst gefährlich, wenn dies beispielsweise bei schneller Fahrt auf der Autobahn passiert.

„Eine Originalfelge durchläuft über 500.000 Tests und ist danach immer noch in einwandfreiem Zustand“, erläutert Rainer Vogel, Geschäftsführer von AC Schnitzer. Er rät Verbrauchern, hochwertiges Zubehör ausschließlich bei niedergelassenen Autohäusern und Fachhändlern zu kaufen und im Zweifelsfall nach einem Echtheitszertifikat zu fragen. So kann man sich darauf verlassen, dass die Tuning-Elemente TÜV-geprüft und sicher sind. Zu erkennen ist die Fälschung oft nur an Details, die dem Laien kaum auffallen. Eine Dreistigkeit, die preisverdächtig ist: So haben die gefährlichen Felgenfälschungen nun die Negativauszeichnung „Plagiarius“ erhalten.

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